Stadttunnelbau wird vorangetrieben

Politik / 17.01.2022 • 22:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Beim Landesbauhof in Feldkirch-Frastanz entsteht eine sechs Meter hohe Lärmschutzwand. <span class="copyright">VLK</span>
Beim Landesbauhof in Feldkirch-Frastanz entsteht eine sechs Meter hohe Lärmschutzwand. VLK

Vorbereitungen für Feldkircher Großprojekt laufen auf Hochtouren. Tunnelgegner bleiben hartnäckig.

Feldkirch Für die Betreiber des Feldkircher Stadttunnels ist soweit alles auf Schiene. Sie bereiten den Bau der 270 Millionen Euro teuren Röhre akribisch vor. In Frastanz werden im Bereich des künftigen Tunnelportals Felsenau die Vorbereitungen für den Stadttunnel Feldkirch fortgesetzt. „Ab Mitte Jänner baut die Strabag an der Südgrenze des Landesbauhofs eine sechs Meter hohe temporäre Lärmschutzwand“, sagt Bernhard Braza als Projektleiter des Stadttunnels. Diese werde nach Fertigstellung des Tunnels wieder entfernt. Das 46 Meter lange Bauwerk solle Anrainer vom Baulärm abschirmen.

Baustartschuss bereits 2023

Auch an der Radweg-Verbindung zwischen Feldkirch und Frastanz in der Felsenau wird heuer weitergebaut.
Auch an der Radweg-Verbindung zwischen Feldkirch und Frastanz in der Felsenau wird heuer weitergebaut.

Bereits im Frühjahr beginne auf dem Gelände des Landesbauhofs Frastanz-Felsenau die Baustelleneinrichtung für den Tunnelbau. „Dazu werden zunächst notwendige Abbrucharbeiten durchgeführt“, erklärt Braza. „Darüber hinaus werden wir eine Containeranlage aufstellen, in der das Baubüro untergebracht ist.“ Von dort aus würden dann die Arbeiten am Stadttunnel geleitet und überwacht, die im Jahr 2023 anlaufen sollen. Braza weiter: “Während der aktuellen Baumaßnahmen bleibt die Fellengattner Straße für den Verkehr offen. Unter Umständen kann es jedoch zu kurzfristigen Verkehrsbehinderungen kommen.” In der Felsenau würden schon seit November 2019 vorbereitende Maßnahmen für den Tunnelbau umgesetzt. “So wurde in die Bahnstrecke am Illufer eine Weiche für den umweltfreundlichen Transport des Tunnelausbruchs auf der Schiene eingebaut, dadurch lassen sich Tausende Lkw-Fahrten vermeiden.”

Initiative: “Wir werden nicht klein beigeben”

Die Initiative StattTunnel mit Sprecherin Friederike Egle bleibt ungeachtet dessen aktiv und wartet nach wie vor auf einen Bescheid des Bundesverwaltungsgerichtshofes. “Wir werden nicht klein beigeben”, sagt Egle und übt scharfe Kritik “an der Ignoranz, die das Land gegenüber Bürgern an den Tag legt”. Die Initiative habe LR Marco Tittler (VP) im Dezember 2021 einen Brief mit Fragen zu Kostenschätzungen oder der Berechnung der Erhaltungskosten gesandt. “Wir haben immer noch keine Rückmeldung.” Darüber hinaus, so Egle in einer Stellungnahme, ist für sie der vom Land propagierte Baustart für die Röhre im nächsten Jahr fragwürdig. Sie verweist dabei auf einen Passus im Bescheid in Sachen Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP): “Nach unserem Wissensstand gibt es noch keine wasserrechtliche Bewilligung und keinen fixen Zeitplan für den Bau der Zubringerleitung und dass eine Vorlaufzeit über 18 Monate hinweg vereinbart ist. Wir sehen in dieser Ankündigung für den Baustart einen weiteren PR-Gag der Betreiber.”

"Wir werden nicht klein beigeben", gibt sich Friederike Egle von der Initiative StattTunnel kämpferisch.
"Wir werden nicht klein beigeben", gibt sich Friederike Egle von der Initiative StattTunnel kämpferisch.

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