Kein Lockdown für Ungeimpfte: Das sind die neuen Corona-Regeln

Politik / 26.01.2022 • 13:12 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Kein Lockdown für Ungeimpfte: Das sind die neuen Corona-Regeln
Der Lockdown für Ungeimpfte endet zwar, wer keinen 2G-Nachweis hat, muss in vielen Bereichen dennoch draußen bleiben. APA

Am 31. Jänner dürfen Ungeimpfte wieder unbegrenzt das Haus verlassen, viel mehr aber nicht. Denn die 2G-Regel bleibt wie gehabt aufrecht.

Die Bundesregierung beendet den Lockdown für Ungeimpfte. Ab 31. Jänner dürfen sie das Haus wieder uneingeschränkt verlassen. Shoppen, Kino, Gastro und Co. bleiben aber tabu, da alle anderen Einschränkungen weiter gelten. Grund sei die weiterhin hohe Zahl an Neuinfektionen, erklärt Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne). Es gehe darum, jene zu schützen, die nicht geschützt seien.

Österreich verzeichnete am Mittwoch bei den Neuinfektionen einen neuen Rekord. 34.011 Fälle wurden binnen 24 Stunden gemeldet. In den kommenden ein bis zwei Wochen werden 35.000 bis 40.000 positive Tests pro Tag erwartet, sagte Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP). Es müsse noch abgewartet werden, welche Auswirkungen die hohen Infektionszahlen tatsächlich auf das Gesundheitssystem und die kritische Infrastruktur habe. Bleibe die Lage stabil, seien Lockerungen möglich.

Dem Vorarlberger Landeshauptmann Markus Wallner geht das zu langsam. Die Sperrstundenregelung gehöre gelockert, fordert er im VN-Gespräch. “Ich war nie für 22 Uhr. Das richtet mehr Schaden an, als es nutzt. Wir brauchen jedenfalls eine Sperrstunde um 23 Uhr, wenn es 24 Uhr wird, ist es auch ok.” 

Die bisher bekannten Regeln bleiben bestehen. <span class="copyright">APA</span>
Die bisher bekannten Regeln bleiben bestehen. APA

Die Gesamtstaatliche Krisenkoordination (Gecko) müsse sich außerdem mit der 2G-Regel befassen, fordert Wallner. Er verstehe, dass der Handel auf Grund der Einbußen für eine Abschaffung plädiere. “Wir müssen aber nach epidemiologischen Gesichtspunkten entscheiden.” Die Spitze der Neuinfektionen sei noch nicht erreicht. “Wir brauchen eine gesicherte Information der Experten, dass bei der Omikron-Variante die Grundthese “mildere Verläufe, weniger Hospitalisierungen” stimmt. Somit bleiben die Regeln – abseits des Lockdown-Endes für Ungeimpfte – vorerst nahezu gleich.

2G. Die Regel, wonach zu Geimpfte und Genesene Zutritt haben, bleibt aufrecht. Das gilt für den Handel, die Gastronomie, Hotellerie, alle Freizeiteinrichtungen, Skigebiete und Veranstaltungen. 

Keine Nachtgastro. Nacht- und Stehgastronomie bleiben geschlossen. Veranstaltungen sind derzeit mit Sitzplätzen und maximal 500 Gästen erlaubt und müssen je nach Gästezahl gemeldet oder bewilligt werden. Ob das so bleibt, ist offen. “Das entscheiden wir am Freitag”, erklärt Wallner. Es sei noch nicht geklärt, ob das Land auf die Bundesregeln umsteige. Dann wären Veranstaltungen mit bis zu 1000 (2G+Test) bzw. 2000 Personen (geboostert+Test) möglich.

Sperrstunde. Um 22 Uhr ist nach wie vor Schluss. 

FFP2-Maskenpflicht. In öffentlich zugänglichen Räumen ist überall eine FFP2-Maske zu tragen, ebenso am Arbeitsplatz, wenn keine ausreichenden Schutzvorrichtungen vorhanden sind oder der Abstand nicht gewährleistet ist. Mit der Omikron-Variante fixierte die Bundesregierung auch die Maskenpflicht im Freien, sobald der Abstand von zwei Metern unterschritten wird.

Schneller Booster. Der Abstand zwischen zweiter und dritter Impfung darf maximal sechs Monate betragen, damit der Grüne Pass weiterhin gültig bleibt. Für Personen unter 18 Jahren beträgt die Frist sieben Monate. Bei jenen, die bereits drei Impfungen bekommen beziehungsweise eine Genesung plus zwei Impfungen hinter sich haben, bleibt der Grüne Pass für neun Monate gültig.