Fünf Parteien, ein Antrag: Mit dem Lünerseewerk II in die Champions League

Politik / 27.01.2022 • 07:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Fünf Parteien, ein Antrag: Mit dem Lünerseewerk II in die Champions League

Energiepolitischer Ausschuss verabschiedet einen gemeinsamen Antrag zur Unterstützung des Gigaprojekts.

Bregenz Dieses Projekt bringe die Illwerke Vkw vom lokalen Spielfeld in die Champions League, sagt der Vorsitzenden des energiepolitischen Ausschusses im Vorarlberger Landtag, Harald Witwer (ÖVP). Ihm ist die Begeisterung über das geplante Lünerseewerk II anzuhören. Umso besser, dass sich die Abgeordneten nun dazu auf einen gemeinsamen Antrag geeinigt haben. Darin heißt es, dass der Vorarlberger Landtag die Projektpläne befürworte. An die Landesregierung appellieren sie, die Illwerke Vkw bei der Planung und Umsetzung bestmöglich zu unterstützen. In der Landtagssitzung Anfang März könnte die Beschlussfassung folgen. Der Ausbau von Wasserkraft sei eine wirtschaftliche und klimapolitische Notwendigkeit, heißt es in der Erklärung zum Antrag, der die Namen aller Klubobleute trägt. 

Fünf Parteien, ein Antrag: Mit dem Lünerseewerk II in die Champions League

Der Lünersee soll nicht vergrößert, sondern die bestehende Anlage um ein Krafthaus in Bürs ergänzt werden. Mit einer Leistung von 1000 Megawatt
kann das neue Kraftwerk dann doppelt so viel Energie freisetzen, als ganz Vorarlberg derzeit bei Spitzenverbrauchszeiten erfordert. Der Baubeginn ist mit frühestens 2030 angegeben, die Inbetriebnahme mit 2037/2038. Kostenpunkt: zwei Milliarden Euro.

Auch dem grünen Abgeordneten Christoph Metzler verlangt das Projekt Superlative ab: Mit der Nutzung des bestehenden Stausees würde man möglichst wenig in die Natur eingreifen. Gleichzeitig übertreffe das Lünerseewerk II alles, was in Vorarlberg bisher zur Stromerzeugung und -speicherung mittels Wasserkraft gebaut wurde.