Ein bisschen Wahlkampf in Lech

Politik / 28.01.2022 • 11:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Ein bisschen Wahlkampf in Lech
Stefan Muxel und Gerhard Lucian kommen nicht ganz ohne Bürgerinformation aus. VN, Privat

Ganz verschont bleiben die Bürger von Informationen zu den Kandidaten dennoch nicht.

Lech In der Walsergemeinde am Arlberg wird am 6. Februar nun zum dritten Mal in knapp einem Jahr ein Bürgermeister gewählt. Die beiden Kandidaten Gerhard Lucian und Stefan Muxel wollten im Vorfeld auf Wahlwerbung verzichten. Ganz ohne geht es aber wohl doch nicht.

Postwürfe und Videos

Am Freitag erhielten die Lecher eine Postwurfsendung der beiden Listen “Liste Lech” und “Zusammen uf Weg”, die Lucian unterstützen. Die Bürger würden entscheiden, ob Lech “eine handlungsfähige, stabile und berechenbare Gemeindeführung” bekomme, es brauche einen “ruhigen”, “verlässlichen” Bürgermeister mit “Teamgeist” und Interesse an einem “Ausgleich”. Die beiden Listen stellen zwei Drittel der Gemeindevertreter. Lucian sieht darin eine Bürgerinformation, keine Wahlwerbung, erklärt er gegenüber den VN.

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Ähnlich sei es mit einem Video, dass unter den Wählern kursiert. Darin bietet er sich den Lechern für das Gespräch an, inklusive Telefonnummer. Auch dies sei ein reines Gesprächangebot. Sowohl im Video wie auch im Postwurf wird auch Wahlkampfthemen verzichtet, verweist Lucian auf die Gemeindevertretung als Organ der Gestaltung von Lechs Zukunft. Weitere Information werde es in den nächsten Tagen nicht mehr geben: “Eine Woche vor der Wahl sollten die meisten wissen, für wen sie stimmen wollen”, vermutet Lucian.

Zuversicht

“Es ist ausgemacht gewesen, keinen Wahlkampf zu machen, nun haben wir doch einen”, nimmt Herausforderer Stefan Muxel die Postwurfsendung mit Humor zur Kenntnis. Es habe noch nicht jeder verstanden, dass die Bürger und nicht die Gemeindevertreter den Bürgermeister wählen. Auf seiner Facebookseite hat Muxel am Mittwoch bereits für das Wochenende eine Überraschung angekündigt.

Update: Auch er wandte sich am Wochenende per offenem Brief und Video an die potentielle Wählerschaft und versprach hier vor allem ein offenes Ohr für die Jungen im Ort.

Dem Wahlsonntag blickt der Kandidat der Liste “Unser Dorf”, der auch der zurückgetretene Bürgermeister Stefan Jochum angehörte, entspannt entgegen. “Die Rückmeldungen aus dem Dorf stimmen mich sehr zuversichtlich.”

Wahlvorbereitungen

In der Gemeindestube sieht man sich derweil für die Wahl gerüstet, trotz der Pandemie. “Wir haben, Gott sei Dank, in unserem Wahllokal genügend Platz und können durch die Lenkung der Wahlberechtigten sowie durch einen getrennten Ein- und Ausgang eine gute Situation schaffen”, betont Amtsleiterin Jutta Dieing. Die Nachfrage nach der Briefwahl ist dennoch ungebrochen hoch, wie bereits beim letzten Wahlgang. Man sei aber entsprechend vorbereitet, um eine schnelle Auszählung zu gewährleisten.