Trotz neuer Risikozahl bleibt Österreich corona-rot

Politik / 17.02.2022 • 11:24 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Trotz neuer Risikozahl bleibt Österreich corona-rot
DPA/Bein

Auch wenn die Politik die Pandemie-Maßnahmen zum größten Teil außer Kraft setzt, leuchtet die Corona-Ampel weiter knallrot.

Wien Sämtliche Bundesländer und auch der Gesamt-Staat sind unverändert deutlich von der orangen Zone entfernt, auch wenn man auf eine neue Bewertung umgestellt hat, die niedrigere Risikozahlen zur Folge hat. Immerhin ist der 14-Tage-Trend bei den Infektionen leicht rückläufig.

Die Corona-Kommission hat die Parameter für die Risikozahl, die die Farbgebung bestimmt, umgestaltet. Damit will man auf das vergleichsweise geringere Risiko durch die Omikron-Variante reagieren. Doch auch mit diesem Kniff schafft man es nicht, wenigstens ein Bundesland von der roten Höchstrisiko-Zone in den orangene Bereich des hohen Risikos zu hieven.

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Die niedrigste Risikozahl hat jetzt Wien mit 150,8. Vor einer Woche betrug sie noch 1.473. Freilich hat der mächtige Rückgang weniger mit dem Abflachen des Infektionsgeschehens zu tun als mit der neuen Berechnungsmethode. Denn hätte man vergangene Woche schon die selben Parameter angelegt, wäre in der Bundeshauptstadt die Zahl 160,7 herausgekommen.

Was die Infektionszahlen angeht, liegt der 14-Tage-Trend im Bundesschnitt bei minus fünf Prozent. Ein Anstieg wurde in diesem Zeitraum nur in Kärnten und Niederösterreich verzeichnet und der war mit drei Prozent moderat. Den stärksten Rückgang verzeichneten mit jeweils 14 Prozent das Burgenland und Tirol.

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Gar nicht mehr angeführt wird im – der APA vorliegenden – Arbeitspapier der Kommission der Prozentsatz der abgeklärten Fälle, verzichtet man doch in weiten Teilen des Landes mehr oder weniger auf das Contact Tracing. Asymptomatisch waren zuletzt 31 Prozent der Fälle, wie üblich mit Abstand am meisten in Wien mit 66 Prozent. Getestet wurde für einmal im Burgenland am meisten – 117.233 mal auf 100.000 Einwohner gerechnet. Dort gab es prozentuell auch das geringste Verhältnis positiv Getesteter zur Anzahl der Tests. Beim Schlusslicht Tirol war es nicht einmal die Hälfte der Tests, folgerichtig waren dort ebenso wie in Vorarlberg besonders viele Tests positiv.

Die Bezirke mit den niedrigsten Fallinzidenzen während der vergangenen beiden Wochen liegen im Burgenland, nämlich Eisenstadt-Stadt und Eisenstadt-Umgebung. Am anderen Ende der Skala liegt Völkermarkt in Kärnten. APA