13 Millionen Jemeniten droht der Hungertod

Politik / 07.03.2022 • 11:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
13 Millionen Jemeniten droht der Hungertod
Seit 2014 wütet ein Bürgerkrieg im Jemen. Viele Millionen Menschen sind auf der Flucht und leben in provisorischen Flüchtlingslagern.

Am Sonntag machte Angelina Jolie mit einem Besuch in dem Bürgerkriegsland auf die Situation aufmerksam.

Wien „Wir verlieren den Kampf gegen den Hunger.“ Diese aufrüttelnden Worte kommen von UN-Nothilfekoordinator Mark Lowcock. Er beschreibt damit die humanitäre Lage im Bürgerkriegsland Jemen. Die Vereinten Nationen warnen, dass 13 Millionen Jemeniten vom Hungertod bedroht sind. 

Die Gründe liegen im Bürgerkrieg, in den fehlenden Mitteln für humanitäre Hilfe und der Coronapandemie. 2014 übernahmen die Huthis die Kontrolle über die Hauptstadt Sanaa und einen Großteil des nördlichen Teils des Landes. Mehr als vier Millionen Menschen sind laut UNHCR durch die Gewalt innerhalb des Landes vertrieben worden. Laut David Beasley, Chef des UN-Welternährungsprogramms, sind 40 Prozent der Bevölkerung von Nahrungsmittellieferungen abhängig. „Uns geht das Geld aus“, warnt Beasley. Durch die Coronapandemie sei es zudem weltweit zu Unterbrechungen der Lieferketten gekommen. Zuletzt wurde es dadurch noch schwieriger, den Bedarf im Jemen zu decken.

13 Millionen Jemeniten droht der Hungertod
Angelina Jolie engagiert sich seit Jahren im Jemen. Am Sonntag besuchte sie das Bürgerkriegsland und traf auch Flüchtlinge. REUTERS/Fawaz Salman

Am Sonntag reiste UN-Sonderbeauftrage und Schauspielerin Angelina Jolie in den Jemen, um Aufmerksamkeit auf die humanitäre Krise zu lenken und Flüchtlingscamps zu besuchen.