Enttäuschende Bilanz für Novavax nach der ersten Woche

Politik / 07.03.2022 • 07:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Enttäuschende Bilanz für Novavax nach der ersten Woche
Kein Booster für die Impfquote: Die Zahl der Impfungen mit Novavax blieb weit unter den Erwartungen. AFP/NICOLAS MAETERLINCK

Das Vakzin hätte Impfzweifler ansprechen sollen.

Wien Nun ist es fix: Der dringend notwendige Anschub für die Impfquote bliebt durch Novavax österreichweit aus. Zwar waren mehrere Tausend Menschen angemeldet, doch die tatsächlich abgeholten Impfungen lagen weit unter den Erwartungen. 

Die Vorarlberger Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher berichtete, dass zwar rechtzeitig über die neue Impfmöglichkeit informiert wurde, die VN berichteten. Die Nachfrage war aber mau. Das änderte sich im Laufe der Woche nicht. Bis Sonntagabend wurden in Vorarlberg 54 Impfungen mit Novavax verabreicht, informierte ihr Büro auf Nachfrage der VN.

In Wien gab es 9000 Vormerkungen, 429 Personen ließen sich impfen. In Oberösterreich lag die Differenz bei 5300 Vormerkungen und 16 Impfungen, in Tirol bei 3600 Vormerkungen und 87 Stichen. In Kärnten gab es bislang 18 Impfungen. In der Steiermark haben sich in den ersten zwei Tagen 71 Menschen mit Novavax impfen lassen. „Gerechnet hatten wir mit Tausenden“, sagte der steirische Impfkoordinator Michael Koren. Für das Burgenland und Niederösterreich lagen am Sonntag keine Zahlen vor. Es gebe Probleme mit dem E-Impfpass-Dashboard. 

3,1 Millionen Dosen bestellt

Der Proteinimpfstoff Nuvaxovid des US-Herstellers Novavax ist seit dieser Woche in Österreich erhältlich. Er soll Menschen ansprechen, die eine Covid-19-Impfung bislang ablehnen. Denn es bedient sich „traditionelleren Technologien“. Laut Gesundheitsministerium hat Österreich rund 3,1 Millionen Dosen von Novavax für das erste Quartal geordert.