Orban hat die Wahl klar gewonnen

Politik / 03.04.2022 • 22:39 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Der parteilose Marki-Zay trat als Spitzenkandidat der Oppositionsliste an. AFP
Der parteilose Marki-Zay trat als Spitzenkandidat der Oppositionsliste an. AFP

Erste Auszählungen in Ungarn sehen Fidesz-Partei deutlich vorne.

Budapest Bei der Parlamentswahl in Ungarn deuten die ersten Auszählungsergebnisse auf einen Wahlsieg der rechtsnationalen Fidesz-Partei von Viktor Orban hin. Nach Auszählung von 63 Prozent der Stimmen scheint für Fidesz sogar eine Zwei-Drittel-Mehrheit wieder möglich. Das Oppositionsbündnis „Ungarn in Einheit“ mit seinem Spitzenkandidaten Peter Marki-Zay wurde demnach deutlich geschlagen. Die Partei von Premier Orban dürfte 134 Plätze im 199-köpfigen Parlament erhalten. Das gab die Wahlbehörde bekannt.

Orban regiert seit 2010 in Ungarn. Nun strebt er eine fünfte Amtszeit an. Kritiker werfen ihm einen autoritären Regierungsstil vor. In der EU, der das Land seit 2004 angehört, hat er zahlreiche Konflikte vom Zaun gebrochen, so etwa mit Verstößen gegen das Asylrecht und Maßnahmen zur Schikanierung von Zivilorganisationen. Verstörend wirkt auch seine Nähe zum russischen Präsidenten Wladimir Putin. Von ihm hat sich Orban auch nach dem militärischen Angriff Russlands auf die Ukraine nicht wirklich distanziert.

Vor vier Jahren hatte Orbans Fidesz-Partei mit 49 Prozent der Stimmen knapp mehr als zwei Drittel der 199 Parlamentsmandate gewonnen. Aus diesem Grund trat die Opposition diesmal vereint an. Sechs Parteien schufen die gemeinsame Liste „Ungarn in Einheit“ und ermittelten in selbst organisierten Vorwahlen gemeinsame Kandidaten. Auch der gemeinsame Spitzenkandidat, der parteilose Konservative Marki-Zay, ging aus diesen Vorwahlen hervor.

Du hast einen Tipp für die VN Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@vn.at.