Coronazahlen: Vor Ostern zeigt die Prognose nach unten

Politik / 14.04.2022 • 06:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Coronazahlen: Vor Ostern zeigt die Prognose nach unten
DieZahl der positiv getesteten Menschen geht derzeit deutlich zurück. AFP

Rückgang bei Coronazahlen hält an. Wie es mit den Maßnahmen weitergeht, ist offen.

Schwarzach Kurz vor den Osterfesttagen bietet die aktuelle Coronaprognose einen erfreulichen Ausblick. Der Abwärtstrend bei der Sieben-Tages-Inzidenz und bei den Spitalspatienten hält demnach weiter an. Die Omikron-Welle scheint weiter abzuklingen. Beruhigend sei, dass sich das nicht nur auf die gesunkene Anzahl an Coronatests zurückführen lasse, sagt Landessanitätsdirektor Wolfgang Grabher. Wie es mit den Maßnahmen weitergeht, bleibt allerdings unklar. Die entsprechende Verordnung steht noch aus.

Vorarlberg im Mittelfeld

In seiner aktuellen Vorschau vom Mittwoch erwartet sich das Covid-Prognosekonsortium in einer Woche eine österreichweite Sieben-Tages-Inzidenz von 520, mit einer Schwankungsbreite von 410 bis 680 Fällen. „Die Fallentwicklung ist nach wie vor in allen Altersgruppen rückläufig“, halten die Experten der Technischen Universität in Wien fest. Die geringste Inzidenz wird in Kärnten erwartet, die höchste in Wien. In Vorarlberg dürfte sie höchstwahrscheinlich zwischen 430 und 703 liegen. Wegen der Osterferien sei mit einem rückläufigen Testgeschehen und mehr privaten, als beruflichen Kontakten zu rechnen, erläutert das Konsortium. Der Rückgang der Fallzahlen schlägt sich jedenfalls auch auf die Zahl der Coronapatienten in den Krankenhäusern nieder. In einer zweiwöchigen Vorschau auf die belegten Spitalsbetten rechnen die Experten etwa mit einer Halbierung.

Eine sinkende Tendenz bei den Coronazahlen in Vorarlberg gibt es seit etwa Mitte März. Nach dem Dashboard der AGES betrug die Sieben-Tages-Inzidenz am Mittwoch rund 1008. Österreichweit hat sie sogar schon einen Wert unter 1000 erreicht, nämlich 947. Landessanitätsdirektor Grabher verweist auf einen Trend, der sich in allen Bundesländer widerspiegle. „Beruhigend ist, dass das nicht nur auf die niedrigere Testzahl zurückzuführen ist.“ Immerhin habe sich der Rückgang schon vor dem 1. April gezeigt, seitdem das neue Testregime in Kraft trat. Außerdem seien auch die Inzidenzen an den Schulen bei zunächst gleichbleibender Testfrequenz gesunken. Was die Spitalszahlen angeht, habe sich die Situation ebenfalls verbessert. 70 Patienten werden derzeit auf den Normalstationen behandelt, zu Spitzenzeiten seien es schon über 100 gewesen. Fünf befinden sich auf einer Intensivstation. Zudem befinden sich nicht mehr so viele Mitarbeiter in Absonderung.

“Geringer Aufwand”

Wie es mit den Coronavorschriften weitergeht, ist weiter offen. Am Karsamstag würden die bestehenden Maßnahmen auslaufen. Für eine Verlängerung ist eine neue Verordnung von Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) notwendig. Sie befindet sich in finaler Abstimmung, teilte ein Sprecher auf VN-Anfrage mit. Details konnte er nicht nennen, auch nicht zum Grünen Pass, der grundsätzlich verlängert werden soll. Angesichts des deutlichen Rückgangs bei den Fallzahlen wurden zuletzt wieder Rufe nach Lockerungen laut, etwa bei der Maskenpflicht. „Das ist eine schwierige Frage“, sagt Grabher zu möglichen Erleichterungen. An den aktuellen Maskenregeln würde er jedenfalls nichts ändern. „Der Aufwand ist gering. Wo sich viele Menschen in Innenräumen treffen, sollte nicht darauf verzichtet werden.“

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