Wirtschaftsbund: Wie es mit dem Dienstverhältnis und Gehalt weitergeht

Politik / 16.05.2022 • 12:13 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
<p class="caption">Jürgen Kessler trat in Folge der Wirtschaftsbundaffäre zurück. <span class="copyright">WKV</span></p>

Jürgen Kessler trat in Folge der Wirtschaftsbundaffäre zurück. WKV

Wie Wirtschaftsbund-Obmann Karlheinz Rüdisser gegenüber VN.at informiert, hat man eine Lösung mit Jürgen Kessler gefunden.

Schwarzach Exklusiv – so geht es mit dem Gehalt und den Ansprüchen von Jürgen Kessler weiter.

Gehalt von 8641 Euro brutto pro Monat

Jürgen Kessler verliert nun offiziell seinen Job. Der einstige Wirtschaftsbund-Direktor ist derart in Ungnade gefallen, dass er nun ein halbes Jahr früher gehen muss, als vertraglich vorgesehen. Bislang war Kessler lediglich vom Dienst freigestellt. Der nächste Kündigungstermin war laut seinem Vertrag zu Jahresmitte möglich, inklusive sechsmonatiger Kündigungsfrist. Kessler hätte also bis Jahressende voll verdient, ohne operativ für den Wirtschaftsbund tätig zu sein. 2020 lag sein Gehalt bei monatlich 8641 Euro brutto.

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Damit ist jetzt Schluss, wie der nunmehrige Wirtschaftsbundobmann Karlheinz Rüdisser den VN erklärt. „Das Dienstverhältnis mit Jürgen Kessler wird per 30. Juni 2022 beendet.“ Das bedeutet auch, dass Kessler jenes Darlehen von insgesamt 250.000 Euro gänzlich zurückbezahlen muss, das er vom Vorarlberger Wirtschaftsbund „als Anerkennung für seinen Arbeitsersatz“ zinsfrei erhalten hat. Ursprünglich war ein Rückzahlungszeitraum von längstens 15 Jahren, also bis 2035 vorgesehen. Auf Grund der Auflösung des Dienstverhältnisses wird der verbleibende Restbetrag nun binnen der kommenden drei Monate fällig. „Für die Rückzahlung hat Jürgen Kessler längsten drei Monate Zeit“, erläutert auch Rüdisser. Vermutlich werde der einstige Wirtschaftsbund-Direktor das Geld aber schon früher überweisen. Kessler sei sehr kooperativ.

<p class="caption">Es werde keine weiteren Zahlungen an Kessler geben, sagt Rüdisser. <span class="copyright">VN</span></p>

Es werde keine weiteren Zahlungen an Kessler geben, sagt Rüdisser. VN

Weitere Zahlungen an ihn schließt Rüdisser aus. Es gebe „nur das worauf Jürgen Kessler Anspruch hat“, also das Monatsgehalt bis Ende Juni und das anteilig berechnete Urlaubs- und Weihnachtsgeld. „Eine Abfertigung in dem Sinn gibt es nicht“, beteuert Rüdisser. Die Entscheidung zur früheren Auflösung des Dienstverhältnisses gehe „im Wesentlichen auf das Ergebnis unserer Prüfung“ zurück.  Es sei von vielen Seiten Kritik gekommen, dass Kessler nun bei vollen Bezügen bis Jahresende freigestellt gewesen wäre. „Wir haben dann in mehreren Gesprächen eine Lösung gefunden“, hält der Wirtschaftsbund-Obmann fest.

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Kessler leitete seit 2018 die Geschäfte des ÖVP-Wirtschaftsbundes. Anfang April trat er aufgrund der Vorwürfe um die Inseratenaffäre und unversteuerte Einnahmen im und durch das wirtschaftsbundeigene Magazin zurück.

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