Nonprofit-Förderung für ÖVP-Senioren, Landjugend und Schülerunion

Politik / 10.06.2022 • 18:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Nonprofit-Förderung für ÖVP-Senioren, Landjugend und Schülerunion
Aufgrund von Ausfällen während der Pandemie habe man Hilfen beantragt, berichten Andrea Müller von der Landjugend und Noel Konjo von der Schülerunion. APA/Landjugend/Schülerunion

Vizekanzler Werner Kogler legt Geldflüsse aus dem Nonprofit-Corona-Fonds offen.

Wien, Schwarzach Die Aufregung war groß, als bekannt wurde, dass der oberösterreichische Seniorenbund, eine Teilorganisation der ÖVP, knapp zwei Millionen Euro aus dem Corona-Hilfsfonds für Nonprofit-Organisationen (NPO) erhalten hatte. Auch die Vorarlberger Senioren wurden mit einer Auszahlung bedacht: Der Betrag war mit 24.000 Euro aber deutlich geringer.

Viele Ausfälle

Wie eine Anfragebeantwortung durch Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) nun zeigt, erhielt außerdem die Schülerunion eine NPO-Förderung (3875,15 Euro), ebenso die Landjugend – die Jungbauernschaft (22.212,16 Euro). Letztere betonen allerdings, der ÖVP nicht nahezustehen. „Wir sind ein gemeinnütziger Verein“, erklärt Landesgeschäftsführerin Andrea Müller. Laut Statuten unterstützt dieser die Landwirtschaftskammer im Bereich der Förderung und Vertretung der Jugend im ländlichen Raum. Das Geld habe man gebraucht, da es mit der Coronazeit zu vielen Ausfälle bei Veranstaltungen von Referenten bis Räumlichkeiten gekommen sei. Eintrittsgelder seien weggefallen. „Zudem haben wir viel organisiert, online gemacht, um unser Bildungsprogramm weiterzuführen“, erläutert Müller. Die 22.212,16 Euro sind aufgebraucht. Heuer habe man keine weitere Hilfe beantragt.

“Wir sind anspruchsberechtigt”

Die ÖVP-nahe Schülerunion beantragte dieses Jahr eine weitere  Unterstützung für ein Seminar, was ihr aber nicht bewilligt wurde. Im vergangenen Jahr flossen knapp 4000 Euro an den Verein, unter anderem für coronamaßnahmenkonforme Veranstaltungen. „Wir haben zum Beispiel Desinfektionsmittel und Coronatests besorgt“, erläutert Landesobmann Noel Konjo. „Wir haben die Hilfe als normaler Verein beantragt und sind genauso anspruchsberechtigt, wie die Pfadfinder oder die katholische Jugend.“ Sollte die Prüfung des Vizekanzleramts nun ergeben, dass die Schülerunion Geld rückerstatten muss, würde man das tun. „Es wäre sehr schade, weil es würde unsere Arbeit erschweren“, sagt Konjo. Der Pensionistenverband verwendete die 24.000 Euro für Vereinstätigkeiten. Aufgrund der Pandemie habe es Ausfälle gegeben.

Birgit Entner-Gerhold, Maximilian Werner

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