Auszahlung im September: 500 Euro kommen früher auf Ihr Konto

Politik / 24.08.2022 • 18:02 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Klimaschutzministerin Gewessler, Bundeskanzler Nehammer und Vizekanzler Kogler halten an der CO2-Bepreisung fest. <span class="copyright">APA</span>
Klimaschutzministerin Gewessler, Bundeskanzler Nehammer und Vizekanzler Kogler halten an der CO2-Bepreisung fest. APA

Ursprünglich war die Überweisung des Klima- und Antiteuerungsbonus für Oktober geplant. An der CO2-Bepreisung wird nicht gerüttelt.

Wien, SChwarzach 500 Euro für alle – und das auch noch früher. Über diese Neuigkeiten jubelten am Mittwoch Finanzminister Magnus Brunner (ÖVP) und Klimaschutzministerin Leonore Gewessler (Grüne). “Der Klimabonus und Anti-Teuerungsbonus wird bereits ab September an alle Menschen in Österreich ausbezahlt”, schreiben sie in einer Aussendung. 300.000 Menschen bekommen das Geld bereits im August – wer das sei, werde per Zufall ausgewählt, heißt es auf VN-Nachfrage. Ursprünglich war die Auszahlung ab 1. Oktober geplant.

Der Klima- und Antiteuerungsbonus geht an alle Bürgerinnen und Bürger mit Hauptwohnsitz in Österreich und beträgt 500 Euro. Für Kinder unter 18 Jahre gibt es 250 Euro. Wer seine aktuelle Kontonummer bei FinanzOnline eingetragen hat oder Leistungen über die Pensionsversicherungsanstalt bezieht, bekommt das Geld automatisch überwiesen. “Für die Menschen in Österreich, von denen wir keine aktuellen Kontodaten haben, oder die tatsächlich kein Konto besitzen, wird es den Klimabonus als Gutschein geben”, erläutern Gewessler und Brunner in einer Aussendung. Ein Antrag ist nicht notwendig.

CO2-Bepreisung kommt

Der Klimabonus soll die anstehende CO2-Bepreisung kompensieren. Das heißt, wer sich klimafreundlich verhält, wird nach Berechnungen der Bundesregierung unterm Strich belohnt. Ursprünglich sollte die CO2-Steuer mit 1. Juli in Kraft treten – diese macht Treibstoff zum Beispiel um rund neun Cent pro Liter teurer – und ab Oktober der Klimabonus folgen. Auf Grund der Teuerung wurde die Einführung der neuen Steuer aber verschoben. Der Start im Oktober sei nun aber fix, bekräftigte Klimaministerin Leonore Gewessler im VN-Interview. Ähnliches war von  Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) zu hören: “Würden wir auf die CO2-Bepreisung verzichten, würde es auch keinen Klimabonus geben.” Bei der Maßnahme handle es sich auch um eine Umverteilung. Schließlich verbrauchten Haushalte mit geringeren Einkommen in der Regel weniger Energie, erhielten aber denselben Klimabonus wie Haushalte mit mehr Energieverbrauch. 

Weitere Hilfen stehen an

Bereits ausbezahlt ist die einmalige Sonderfamilienbeihilfe von 180 Euro pro Kind. Seit Mitte August ist auch das Schulstartgeld von 100 Euro pro Kind unterwegs. Im September folgt eine Einmalzahlung von 300 Euro für besonders betroffene Gruppen wie Mindestpensionisten oder Studienbeihilfebezieher. Gleichzeitig wird der Familienbonus erhöht. Statt für 2023 kann er ab 2022 mittels Veranlagung beantragt werden. Das bringt eine Steuerbegünstigung für Familien von bis zu 2000 Euro pro Kind . Gleiches gilt für den höheren Kindermehrbetrag (550 Euro). Die Familienbeihilfe wird mit Jahresende an die Inflation angepasst.

In Vorarlberg bekommen Wohnbeihilfebezieher seit 1. Juli mehr Geld. Gleichzeitig wird der Bezieherkreis erweitert. Ab Oktober steigen die Fördersätze beim Familienzuschuss, ebenso steigt der Heizkostenkostenzuschuss.

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