Gastransport bleibt eingestellt

Politik / 02.09.2022 • 22:48 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Der russische Konzern sprach von einem Ölaustritt. Reuters
Der russische Konzern sprach von einem Ölaustritt. Reuters

Gazprom nimmt ­Lieferungen über Nord Stream 1 nicht wieder auf.

moskau Durch die Ostseepipeline Nord Stream 1 wird anders als angekündigt weiter kein Gas fließen. Das teilte der Staatskonzern Gazprom am Freitagabend mit. Grund sei ein Ölaustritt in der Kompressorstation Portowaja. Bis zur Beseitigung bleibe der Gasdurchfluss gestoppt. Es war damit gerechnet worden, dass nach Abschluss der dreitägigen Wartungsarbeiten ab Samstag in der Früh wieder Gas durch die Leitung fließt. Gazprom zufolge ist das Leck bei den gemeinsam mit Experten von Siemens Energy erledigten Wartungsarbeiten an der Station festgestellt worden. Das ausgetretene Öl sei an mehreren Stellen gefunden worden. Es sei nicht möglich, den sicheren Betrieb der letzten dort noch verbliebenen Gasturbine zu garantieren. Bereits seit Mittwochmorgen fließt kein Gas durch die zuletzt wichtigste Leitung für russisches Gas nach Deutschland. Grund sind laut dem russischen Energiekonzern Wartungsarbeiten an einer Kompressorstation. Die Europäische Kommission warf Gazprom vor, den Gasfluss wegen falscher Vorwände aufzuhalten. „Die Ankündigung von Gazprom von heute Nachmittag, Nord Stream 1 erneut unter falschen Vorwänden stillzulegen, ist ein weiterer Beleg seiner Unzuverlässigkeit als Lieferant“, schrieb ein Sprecher der EU-Kommission am Freitag in sozialen Medien.