Hinter den Kulissen: Vorarlberger mussten zur Messeeröffnung unter sich bleiben

Politik / 10.09.2022 • 08:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Herbstmesse ist eröffnet. Das geht auch ohne Bundespolitik und Gastredner. <span class="copyright">VN/Paulitsch</span>
Die Herbstmesse ist eröffnet. Das geht auch ohne Bundespolitik und Gastredner. VN/Paulitsch

Kein Gastredner, keine Bundespolitik: “Gibt Schlimmeres”, hieß es.

Dornbirn Es war keine Messeeröffnung wie jede andere. Im Hintergrund ist sogar von einer Art „Soft Opening“ die Rede, da weder Gastredner noch Landeshauptmann noch ein Vertreter der Bundespolitik anwesend waren. So schwangen unter anderem die Dornbirner Bürgermeisterin Andrea Kaufmann (53, ÖVP) und Landesstatthalterin Barbara Schöbi-Fink (61, ÖVP) ihre Reden.

Auf einen weiteren prominenten Gast wartete das Publikum aber vergeblich. Vergangenes Jahr trat noch Zukunftsforscher Matthias Horx (67) mit einer Ansprache auf, 2019 kam Ökonom Matthias Sutter (53), im Jahr 2016 beehrte Karin Kneissl (57) als Nahost-Expertin noch vor ihrer Zeit als Außenministerin die Dornbirner Messe. Heuer entschied sich das Organisationskomitee gegen einen Gastredner, um dem bisherigen Aufsichtsratsvorsitzenden der Messe Dornbirn, Otto Mäser (64), der nach elf Jahren in die Pension wechselt, einen gebührenden Abschied zu bieten. Ihm wird Kommunikationsexperte Martin Dechant (43) nachfolgen, der am 19. September in den Posten gewählt werden soll.

Auch die Bundespolitik blieb fern. Ursprünglich hätte Kanzler Karl Nehammer (49, ÖVP) im Rahmen eines Vorarlbergtags zur Dornbirner Messe kommen sollen. Er sagte ab. Dann kam Magnus Brunner (50, ÖVP) ins Spiel. Doch auch der Finanzminister musste sich entschuldigen. Er habe mit den Vorgängen rund um die Wien Energie, aber auch mit der Strompreisbremse wohl Wichtigeres zu tun, hieß es hinter vorgehaltener Hand. So blieb das Vorarlberger Publikum mit der Landespolitik und -prominenz bei der diesjährigen Eröffnung unter sich. Ohne Wehmut, wie man hörte: „Es gibt Schlimmeres.“

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