Überlebenshilfe

Politik / 16.10.2022 • 22:25 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Derzeit leben wir alle in einer Welt mit unerträglich vielen derangierten Durchgeknallten: In der Ukraine lässt ein in Moskau residierender kriegslüsterner Massenmörder namens Wladimir Putin weiter unbeschreibbare Verbrechen begehen. In Belarus terrorisiert Diktator Aleksandr Lukaschenko sein Freiheit und Demokratie forderndes Zehn-Millionen-Volk.

Im Iran lassen die Steinzeit-Ayatollahs gegen Frauen-Unterdrückung protestierende Kinder und Frauen töten. In der Volksrepublik China sperren die Machthaber Angehörige von Minderheiten in als „Umerziehungseinrichtungen“ verharmloste Konzentrationslager. Und nicht alle der misshandelten Eingesperrten überleben. Der in Saudiarabien regierende „Knochensäge-Scheich“ drangsaliert nicht nur den weiblichen Teil der Bevölkerung. Er ist Nachbarstaaten auch beim mörderischen Kriegführen behilflich und erpresst demokratische Industriestaaten mit der „Ölpreiswaffe“. Wie es mit Gas und Öl auch der russische Undemokrat praktiziert.

In den USA versuchen zur Zeit Politiker guten Willens die Rettung und Sicherung der Demokratie, die von einem zum Staatsstreich aufrufenden verachtenswerten Ex-Präsidenten in akute und noch nicht überwundene Lebensgefahr gebracht worden ist. In Schweden, dem einstigen Bannerträger für persönliche Freiheiten und Menschenwürde, übernimmt eine rechtsradikale Koalitionsregierung die Macht, die diese traditionellen Prinzipien in Frage stellt. Und in Großbritannien fliegt den Inselbewohnern gerade mit unkalkulierbaren Folgen die neueste Chaoten-Regierung um die Ohren.

In Afrika toben derzeit gleich mehrere von Despoten angezettelte blutige Bürgerkriege, die außerhalb des Kontinents kaum jemand zur Kenntnis nimmt. Die Folge ist eine neue Flüchtlingswelle, die besonders von westeuropäischen Staaten „verkraftet“ werden muss. Die Bevölkerungen der Gastländer werden gleichzeitig von wirtschaftlichen Sorgen durch Mangelwirtschaft und Inflation sowie der Angst vor einer neuen Pandemie-Welle geplagt.

Der bedrückende Zustand der Welt fordert vor allem eines von Menschen in praktizierenden Demokratien: das bei Wahlen und im täglichen Leben zu demonstrierende Eintreten für Mitmenschlichkeit, Menschenwürde, und auch den Widerstand gegen Verfolgung, Unterdrückung und Hass wo auch immer. Denn Demokratie ist nicht das einseitige Geschäft des Nehmens, sie verpflichtet auch zum „Handeln im Guten“. Beim Verzicht darauf droht der eigene Sturz in den Kreis der Drangsalierten und Verfolgten – wie oben.

„Die Folge ist eine neue Flüchtlingswelle, die besonders von westeuropäischen Staaten ,verkraftet‘ werden muss.“

Peter W. Schroeder

berichtet aus Washington, redaktion@vn.at

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