Unverminderte Härte im Krieg in der Ukraine

Politik / 16.10.2022 • 22:25 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Raketenangriffe sind im Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine derzeit an der Tagesordnung. Reuters
Raketenangriffe sind im Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine derzeit an der Tagesordnung. Reuters

Im Angriffskrieg Russlands werden weiterhin Raketen abgefeuert.

Kiew, Donezk Aus zahlreichen Regionen der Ukraine sind am Sonntag neue Raketenangriffe gemeldet worden. In der von den mit Russland verbündeten Separatisten kontrollierten Stadt Donezk seien Raketen in einem Verwaltungsgebäude eingeschlagen, in dem auch das Büro des Bürgermeisters untergebracht sei, berichtete die russische Nachrichtenagentur RIA Nowosti. Die Separatistenführung machte die Ukraine für den Angriff verantwortlich. Die Regierung in Kiew meldete unter anderem Angriffe auf die Stadt Nikopol auf der gegenüberliegenden Flussseite vom Atomkraftwerk Saporischschja. Russland und die Ukraine haben sich gegenseitig immer wieder Angriffe rund um das größte Atomkraftwerk Europas vorgeworfen. Die Russen haben es kurz nach Kriegsende besetzt, betrieben wird es aber noch von ukrainischen Mitarbeitern. Die Stadt Saporischschja ist noch unter ukrainischer Kontrolle, ebenso wie 20 Prozent der gleichnamigen Region, was Russland aber nicht davon abhielt, Saporischschja gemeinsam mit drei anderen ukrainischen Regionen zu annektieren.

Der Vizechef des Präsidialbüros, Kyrylo Tymoschenko, schrieb auf Telegram, in Nikopol seien bei den Angriffen sechs Menschen verletzt worden. Zwei hätten ins Krankenhaus gebracht werden müssen. Auch Stromleitungen und eine Gaspipeline sowie mehrere Gebäude seien beschädigt worden. Zum mutmaßlich ukrainischen Angriff auf das Verwaltungsgebäude in Donezk äußerte sich Tymoschenko nicht. Fotos, die auf Internet-Plattformen zu sehen waren, zeigten Rauchwolken um das Gebäude, zerstörte Fenster und eine teilweise eingestürzte Decke. RIA Nowosti berichtete, dass auch drei in der Nähe geparkte Autos getroffen worden und ausgebrannt seien. Berichte über Opfer gab es nicht.

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