Russland sprach über Atomwaffen-Einsatz

Politik / 02.11.2022 • 22:24 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Am Mittwoch konnten Getreidelieferungen aus der Ukraine wieder einen sicheren Korridor im Meer passieren.AFP
Am Mittwoch konnten Getreidelieferungen aus der Ukraine wieder einen sicheren Korridor im Meer passieren.AFP

Die Getreideblockade am Schwarzen Meer wurde hingegen beendet.

Moskau, Kiew Die US-Regierung hat sich „zunehmend besorgt“ über die Möglichkeit eines russischen Atomwaffeneinsatzes im Ukraine-Krieg gezeigt. Der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates der USA, John Kirby, sagte am Mittwoch, die Sorgen seien im Verlauf der Monate gewachsen. 

Die „New York Times“ hatte zuvor berichtet, ranghohe russische Militärs hätten kürzlich darüber gesprochen, wann und wie taktische Atomwaffen in der Ukraine eingesetzt werden könnten. Es gebe aber keinen Hinweis dafür, dass eine Entscheidung für einen Atomwaffeneinsatz getroffen wurde. Putin hatte aber in den vergangenen Monaten wiederholt diese Möglichkeit ins Spiel gebracht. Weitere Befürchtungen wurden zuletzt durch russische Vorwürfe geschürt, die Ukraine wolle eine „schmutzige Bombe“ einsetzen. Der Westen befürchtet, Russland könnte das als Vorwand nutzen, um Atomwaffen einzusetzen. Das russische Außenministerium erklärte am Mittwoch, es müsse „oberste Priorität“ haben, einen militärischen Konflikt zwischen Atommächten zu verhindern. 

Nach massiver internationaler Kritik an einer neuen Getreideblockade steigt Russland nun doch wieder in das Abkommen zum Export von Getreide aus der Ukraine ein. Die Schiffe mit Weizen, Mais und anderen Lebensmitteln sollen demnach weiter über einen sicheren Korridor im Schwarzen Meer fahren können. Der Korndeal ist wichtig für den Kampf gegen den Hunger in der Welt.

Ukraine kann weiter exportieren

Moskau gab als Grund für die Kehrtwende an, schriftliche Sicherheitsgarantien von Kiew erhalten zu haben. Dank der Vermittlung der Türkei und der Vereinten Nationen habe die Ukraine zugesichert, den Seekorridor und die Häfen nicht für Kampfhandlungen gegen Russland zu nutzen. Lieferungen sollten vornehmlich ärmere Länder zum Ziel haben. Obwohl der Krieg die Exporte weiter behindere, hat die Ukraine seit dem Inkrafttreten des Getreideabkommens Millionen Tonnen Lebensmittel auf dem Seeweg ausgeführt. Laut UN-Angaben wurden im Rahmen des Abkommens insgesamt fast zehn Millionen Tonnen Waren transportiert.

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