Misstrauen gegen russischen Rückzug

Politik / 10.11.2022 • 22:47 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die russischen Bomben sorgen in der Ukraine für Zerstörung.AP
Die russischen Bomben sorgen in der Ukraine für Zerstörung.AP

Ukraine beschuldigt Russland, Gegend um Cherson zu verminen.

Kiew Russland wolle Cherson in eine „Stadt des Todes“ verwandeln, das sagt der politische Berater des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, Mychajlo Podoljak. Er beschuldigte Russland, Gegenden zu verminen und zu planen, Cherson von der anderen Seite des Flusses Dnipro zu beschießen. Der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu hatte erst am Mittwoch den Rückzug aus Cherson und weiteren Teilen des dort besetzten Gebiets angekündigt. Selenskyj hatte daraufhin misstrauisch reagiert. Nach Ankündigung des russischen Abzugs herrsche zwar viel Freude. „Aber unsere Emotionen müssen zurückgehalten werden – gerade während des Krieges.“ Der Feind mache keine Geschenke oder Gesten des guten Willens.

Zurückhaltung

Der britische Geheimdienst erklärte, dass sich der russische Rückzug wohl über mehrere Tage ziehen und von Artilleriefeuer zum Schutz der abziehenden Einheiten begleitet werden könnte. „Wir müssen jetzt sehen, wie sich die Lage vor Ort in den nächsten Tagen entwickelt“, sagte auch NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg. Klar sei aber, dass Russland schwer unter Druck stehe. „Wenn sie Cherson verlassen, wäre das ein weiterer großer Erfolg für die Ukraine.“

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