Eine “logische” Option für den Wirtschaftbund-Neuanfang

Politik / 17.11.2022 • 18:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
<p class="caption">Zwei Namen dürfen sich Hoffnungen auf Führungspositionen beim Wirtschaftsbund machen. <span class="copyright">VN/Lerch</span></p>

Zwei Namen dürfen sich Hoffnungen auf Führungspositionen beim Wirtschaftsbund machen. VN/Lerch

Noch heuer soll der Wirtschaftsbund eine neue Führung bekommen. Dem Favoriten Marco Tittler könnte eine Frau in die Quere kommen.

Feldkirch, Lustenau Karlheinz Rüdisser, Altlandesrat und Interimsobmann des Wirtschaftsbundes – kann den Termin der Landeshauptgruppenversammlung des Wirtschaftsbundes Vorarlberg wahrscheinlich kaum abwarten, die Einladung dafür soll bereits in der nächsten Woche die Mitglieder erreichen.

Dann soll nämlich die neue Führung der angeschlagenen ÖVP-Unternehmerorganisation installiert werden. Als Obmann ist der aktuelle Wirtschaftslandesrat Marco Tittler so gut wie fix, allerdings hat er für einige einflussreiche Mitglieder einen entscheidenden Nachteil – er war nie und ist nicht Unternehmer. Und er kann nicht einfach installiert werden, sondern muss sich der Wahl stellen. Gewöhnlich gut informierte Kreise des Wirtschaftsbundes nennen inzwischen eine attraktive Option für die Führung des ÖVP-Bundes: Christine Schwarz-Fuchs gilt als aussichtsreiche  Kandidatin sowohl für den Job als Obfrau als auch jenen der Geschäftsführerin, ausserdem wäre sie die erste Frau an der Spitze der Wirtschaftsorganisation.

<p class="caption">Hätte alle Voraussetzungen für einen Wirtschaftsbund-Neuanfang: Bundesrätin Christine Schwarz-Fuchs, ÖVP-Bundesrätin und im Vorstand von Wirtschaftsbund und IV Vorarlberg. <span class="copyright">FA/Topf<span class="marker"></span></span></p>

Hätte alle Voraussetzungen für einen Wirtschaftsbund-Neuanfang: Bundesrätin Christine Schwarz-Fuchs, ÖVP-Bundesrätin und im Vorstand von Wirtschaftsbund und IV Vorarlberg. FA/Topf

Die Lustenauerin ist seit 2019 sowohl im Vorstand des Wirtschaftsbundes Vorarlberg als auch Vizepräsidentin der Vorarlberger Industriellenvereinigung verankert. Seit 2020 vertritt Schwarz-Fuchs als ÖVP-Bundesrätin Vorarlberg in der Länderkammer, heuer stand sie dem Bundesrat in der ersten Jahreshälfte als Präsidentin vor.

Die Lustenauer Unternehmerin vereint gleich mehrere Vorteile in sich: In der Wirtschaftsbund-Affäre steht sie mit weißer Weste da und hat persönlich nichts aufzuarbeiten, außerdem wird sie mit Ende des Jahres die Geschäftsführung der Buchdruckerei Lustenau abgeben, aber weiterhin Gesellschafterin bleiben. Das Lustenauer Traditionsunternehmen fusioniert mit der Vorarlberger Verlagsanstalt.

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