7. Dezember: Lostag für den Wirtschaftsbund

Politik / 22.11.2022 • 12:40 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
7. Dezember: Lostag für den Wirtschaftsbund
VN/Lerch, HARZ

Landesrat Marco Tittler als neuer Obmann designiert. Hauptversammlung steht an.

Schwarzach Im Vorarlberger Wirtschaftsbund blieb kein Stein auf dem anderen. Obmann Hans Peter Metzler und Direktor Jürgen Kessler mussten in Folge der Inseraten- und Steueraffäre zurücktreten. Hinzu kam ein großzügiger Umgang mit dem Geld der ÖVP-Teilorganisation. Der frühere Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser übernahm vorübergehend das Ruder – und gibt es in den kommenden Tagen wieder ab.

Tittler wurde zum künftigen Obmann designiert. <span class="copyright">HARZ</span>
Tittler wurde zum künftigen Obmann designiert. HARZ

Am 7. Dezember soll der Obmannwechsel erfolgen. Zu diesem Zweck findet am Mittwoch, den 7. Dezember 2022 im Campus Dornbirn eine außerordentliche Landesgruppenhauptversammlung statt. Sowohl der Vorstand des Wirtschaftsbund Vorarlberg als auch die Landesgruppenleitung haben einstimmig Landesrat Marco Tittler als Kandidaten für die Wahl designiert.

Rüdisser hat vorübergehend die Leitung übernommen. <span class="copyright">VN</span>
Rüdisser hat vorübergehend die Leitung übernommen. VN

Im Februar sorgte eine Steuerprüfung beim Wirtschaftsbund für ein politisches Erdbeben. Im Raum stehen der Vorwurf möglicher Korruption im Zusammenhang mit Inseraten in einer Zeitung der ÖVP-Teilorganisation, der Verdacht auf verdeckte Parteienfinanzierung, und dass Steuern nicht ordentlich abgeführt wurden, weshalb auch ein Finanzstrafverfahren bei der Staatsanwaltschaft Feldkirch läuft.

Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) ermittelt  gegen mehrere Personen. Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) wird als Verdächtiger geführt. Landesrat Tittler und Rüdisser gelten bei den Ermittlungen als Beschuldigte. Ihnen wird Vorteilsannahme vorgeworfen. Alle genannten beteuern ihre Unschuld.

Erst vergangene Woche wurde bekannt, dass der Wirtschaftsbund Steuerschulden von über 770.000 Euro begleichen muss. Ein Steuerbescheid über eine mögliche Nachzahlung der Zuwendungsabgabe steht noch aus.

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