Wahlschlappe für ÖVP in Höchst – Grüner Bürgermeister fix

Politik / 27.11.2022 • 13:58 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der neue Bürgermeister von Höchst. <span class="copyright">VN/Stiplovsek</span>
Der neue Bürgermeister von Höchst. VN/Stiplovsek

Die heutige Stcihwahl hat klare Resultate gezeigt.

Magdalena Raos, Petra Milosavljevic

Höchst Die Entscheidung ist gefallen. Am Sonntag waren 6151 Wahlberechtigte dazu aufgerufen, in Höchst ihre Stimme abzugeben. Nun steht fest: Neuer Bürgermeister in der Bodenseegemeinde ist Stefan Übelhör. Somit ist er der zweite grüne Bürgermsieter nach Frank Matt (Lochau) in Vorarlberg. Mit 53,58 Prozent gewann er gegen Heidi Schuster-Burda, die 46,42 Prozent der Stimmen bekommen hat.

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“Ich bin gerade sehr überwältigt”, erklärt der neue und künftige Bürgermeister noch am Sonntag in der Mittelschule nach Bekanntwerden der Wahlergebnisses. Es lägen intensive Wochen hinter ihnen sowie intensive Wochen und Jahre vor ihnen. “Wir haben Großes vor. Ich werde mich behutsam, aber mit aller Kraft an das Amt heranwagen”, wolle Übelhör nun Brücken bauen, damit man innerhalb der Gemeinde an einem Strang ziehen könne.

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<span class="copyright">VN/Stiplovsek</span>Heidi Schuster-Burda gratuliert.
VN/StiplovsekHeidi Schuster-Burda gratuliert.

“In erster Linie möchte ich mich bei den Wählerinnen und Wählern bedanken, die mir das Vertrauen ausgesprochen haben. Natürlich bin ich enttäuscht, dass ich die 50 Prozent nicht erreicht habe. Aber ich wünsche Stefan Übelhör alles Gute unf viel Freude, das ist Politik”, erklärt Schuster-Burda in einem ersten Statement gegenüber den VN. Vorerst wird sie das Amt der Vizebürgermeisterin weiterführen, bestätigt sie. Es werde aber interne Abstimmungen brauchen, wie die ÖVP auf dieses Wahlergebnis reagieren will.

Der Wahlkampf

Die Stichwahl war notwendig geworden, nachdem im ersten Wahlgang vor etwa zwei Wochen keiner der insgesamt vier Kandidaten eine absolute Mehrheit errang. Die erst- und zweitplatzierten Schuster-Burda und Übelhör lagen denkbar knapp auseinander; sie kamen auf 36,75 beziehungsweise 34,57 Prozent.

Wahlschlappe für ÖVP in Höchst - Grüner Bürgermeister fix
Das Ergebnis des ersten Wahlgangs.

 Vor der Stichwahl hatte die Vizebürgermeisterin bemängelt, dass ihr Konkurrent Übelhör gemeinsame Medientermine ablehne. Für Aufsehen im an sich ruhigen Wahlkampf sorgte auch ein publik gewordenes Schreiben Schuster-Burdas an den damaligen Bürgermeister Herbert Sparr (ÖVP) vor einem halben Jahr. Demzufolge knüpfte sie die eigene Kandidatur an den Rückzug des früheren ÖVP-Fraktionsvorsitzenden Bernhard Hirt. Der langjährige Gemeindechef Sparr hatte seinen Rücktritt noch vor der Hälfte der Legislaturperiode bekanntgegeben. Deshalb musste gewählt werden. Schuster-Burda übernahm das Bürgermeisteramt interimistisch.

<span class="copyright">VN/Stiplovsek</span>Auch die Grüne Doppelspitze gratuliert dem Wahlsieger.
VN/StiplovsekAuch die Grüne Doppelspitze gratuliert dem Wahlsieger.

Wie auf einem VN-Stammtisch vor dem ersten Wahlgang noch einmal deutlich wurde, brodelte es in der Gemeindepolitik. Insbesondere ärgerten sich die übrigen Parteien über die mangelhafte Kommunikation der ÖVP. Insbesondere das Thema Kinderbetreuung war Stein des Anstoßes.

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