SPÖ-Vorsitz: “Am liebsten wäre mir eine Frau”

Politik / 02.12.2022 • 13:25 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Seit vergangenem Jahr ist Sprickler-Falschlunger wieder Parteichefin – übergangsweise. Wer ihr nachfolgen soll, bleibt offen.<span class="copyright"> VN/Paulitsch</span>
Seit vergangenem Jahr ist Sprickler-Falschlunger wieder Parteichefin – übergangsweise. Wer ihr nachfolgen soll, bleibt offen. VN/Paulitsch

Sprickler-Falschlunger lässt sich nicht in Karten blicken, Fäßler konzentriert sich auf Dornbirn.

Dornbirn So viel steht fest: Dornbirns Noch-Vizebürgermeister Markus Fäßler will nicht neuer SPÖ-Vorsitzender werden. Eine Kandidatur schließt er aus. „Ich bin von ganzem Herzen Kommunalpolitiker“, sagte der Sozialdemokrat bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der aktuellen Parteichefin Gabriele Sprickler-Falschlunger am Freitag in Dornbirn. Dabei war auch in erster Linie die Stadtpolitik Thema: Fäßler zufolge soll das Vizebürgermeisteramt wie vereinbart von ihm an die Grüne Juliane Alton übergehen. Sie soll in der Stadtvertretungssitzung am 15. Dezember gewählt werden.

Auer hoch im Kurs

Ungewiss ist somit weiterhin, wer zukünftiger Chef der Sozialdemokraten werden soll. Sprickler-Falschlunger sprach zuletzt von fünf Kandidatinnen und Kandidaten, ließ sich aber nicht in die Karten schauen. Bei der Pressekonferenz im Vorarlberger Hof verriet sie lediglich: „Am liebsten wäre mir eine Frau.“ Ein Mann sei aber auch nicht ausgeschlossen. Hoch im Kurs steht die derzeitige geschäftsführende Klubobfrau im Landtag, Manuela Auer. Doch noch ist unklar, wer die von Sprickler-Falschlunger fünf genannten Personen sind. Die Chefsuche zieht sich bis ins nächste Jahr. Erst dann will die SPÖ festlegen, wer sie als Spitzenkandidatin oder Spitzenkandidat in die Landtagswahl 2024 führen soll. Fäßler kommt jedenfalls nicht infrage. Er konzentriert sich auf Dornbirn, wie er am Freitag festhielt. Der 42-Jährige bleibt weiterhin Stadtrat.  

Markus Fäßler bleibt Stadtrat in Dornbirn. Er gibt nun sein Vizebürgermeisteramt wie vereinbart ab. <span class="copyright">SPÖ</span>
Markus Fäßler bleibt Stadtrat in Dornbirn. Er gibt nun sein Vizebürgermeisteramt wie vereinbart ab. SPÖ

Seine Verzichtserklärung für das Vizebürgermeisteramt habe er Stadtchefin Andrea Kaufmann (ÖVP) überreicht, sagte der SPÖ-Politiker weiter. „Es gab Wünsche, dass ich weitermache, aber ich stehe zu meinem Wort.“ Nach der Gemeindewahl hatten SPÖ und Grüne eine Vereinbarung getroffen, wonach das Amt des Vizes nach der Hälfte der Amtsperiode wechselt. Nach Fäßler soll die Grüne Stadträtin Alton Vizebürgermeisterin werden. Auch Neos und FPÖ hätten ihr Okay gegeben. Sprickler-Falschlunger drückte ihre Unterstützung für den Fraktionsvorsitzenden der Dornbirner SPÖ aus.

Die 66-Jährige hatte im vergangenen Jahr erneut den Vorsitz der Sozialdemokraten übernommen. Dass sie das nur übergangsweise tun wolle, machte sie von vornherein klar. Zuvor war es parteiintern zu heftigen Zerwürfnissen gekommen.

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