Russische Raketen abgeschossen

Politik / 05.12.2022 • 22:48 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der russische Staatschef Wladimir Putin hat die im Oktober teilweise zerstörte Brücke zur Halbinsel Krim besucht.SPUTNIK / AFP
Der russische Staatschef Wladimir Putin hat die im Oktober teilweise zerstörte Brücke zur Halbinsel Krim besucht.SPUTNIK / AFP

Russlands Präsident Putin besuchte am Montag die annektierte ukrainische Halbinsel Krim.

Kiew Bei einer neuen Welle von russischen Raketenangriffen hat die Ukraine nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj am Montag den Großteil der Flugkörper abgeschossen. Demnach gelang es der ukrainischen Flugabwehr, mehr als 30 russische Raketen vom Himmel zu holen. In der südukrainischen Großstadt Odessa seien nach Angaben der Behörden aber mindestens zwei Infrastrukturobjekte getroffen worden.

Infolge von Stromausfällen fielen Wasserversorgung und Fernheizung in der Hafenstadt aus. Der Luftalarm galt knapp drei Stunden in der gesamten Ukraine. Selenskyj berichtete in einem Video, die Reparatur der Schäden sei bereits angelaufen. Nach militärischen Rückschlägen hat Moskau seit Oktober acht Mal massiv mit Raketen die ukrainische Energieinfrastruktur beschossen. Große Teile des Landes haben nur noch stundenweise Strom.

Putin fuhr über Krim-Brücke

Der russische Staatschef Wladimir Putin hat nach Angaben russischer Medien die im Oktober teilweise zerstörte Brücke zur Halbinsel Krim besucht. Fernsehsender zeigten am Montag Aufnahmen, die den Staatschef am Steuer eines Autos zeigten, mit dem er die Brücke überquert habe. Es war der erste Besuch Putins auf der annektierten ukrainischen Halbinsel seit Beginn der russischen Militäroffensive am 24. Februar. Die im Oktober durch eine schwere Explosion teils beschädigte Brücke verbindet die Krim mit dem russischen Festland. Die russischen Behörden hatten ukrainische Einheiten für die Explosion verantwortlich gemacht.

Verdächtige Sendungen 

Unterdessen sind Auslandsvertretungen der Ukraine nach Angaben der Regierung bereits in zwölf Ländern Ziel von verdächtigen Postsendungen geworden. Dies teilte der Sprecher des ukrainischen Außenministeriums, Oleh Nikolenko, am Montag in Kiew mit. Auch die ukrainische Botschaft in Wien erhielt vergangenen Freitag zwei Tieraugen per Post und erstattete Anzeige, sagte ein Botschaftssprecher. Angaben über den Absender konnte er keine machen.

Insgesamt hat es laut dem ukrainischen Außenministerium in den vergangenen Wochen in Botschaften oder Konsulaten 21 Vorfälle gegeben. In Spanien habe die Polizei zudem drei verdächtige Umschläge bereits bei der Post beschlagnahmt, hieß es. Vorfälle soll es zudem vor dem Sitz des ukrainischen Botschafters beim Vatikan und den Botschaften in Kasachstan und den USA gegeben haben.

Vergangene Woche waren Päckchen mit blutigen Tieraugen aus „einem europäischen Land“ bei mehreren ukrainischen Auslandsvertretungen eingegangen. Zuvor hatte es in Spanien eine Briefbombenserie gegeben. Dabei wurde ein Sicherheitsmann in der ukrainischen Botschaft leicht verletzt. Vermutet wird ein Zusammenhang mit dem seit Ende Februar laufenden russischen Angriffskrieg.

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