VN-Regionalumfrage: Feldkircher wollen Unterstützung für Handel

Regionalumfrage / 27.10.2019 • 22:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Kreuzgasse ist ein Beispiel für eine Einkaufsstraße mit unterschiedlichen kleinen Anbietern, die nahe der A-Lage Marktgasse ihre Produkte anbieten. VN/SCHWEIGKOFLER

Fast 90 Prozent sprechen sich im Rahmen der VN-Regionalumfrage für Förderung der Unternehmen aus.

Gernot Schweigkofler

Feldkirch Die VN führen derzeit eine große Regionalbefragung durch. In Feldkirch geht es dabei auch darum, wie wichtig den Menschen die Förderung des Einzelhandels in der Innenstadt ist. Die Ergebnisse sprechen eine klare Sprache – 88 Prozent der Feldkircher wünschen sich, dass die Kaufleute mehr Unterstützung erhalten. Dabei ist die Lage in der Stadt gut. Nachdem im Sommer einige Geschäfte aufhörten, wurden diese freien Lagen schnell wieder vergeben.

In der Marktgasse sind viele internationale Ketten beheimatet. Die Straße ist Feldkirchs "A-Lage". VN/Schweigkofler
In der Marktgasse sind viele internationale Ketten beheimatet. Die Straße ist Feldkirchs „A-Lage“. VN/Schweigkofler

In einer landesweiten Studie habe man nicht nur vorarlbergweit, sondern auch im Österreichvergleich hervorragende Werte erhalten, betont Wirtschaftsstadtrat Benedikt König. Die Angst vor dem Online-Handel sei unbegründet, mittlerweile würde man „von einem Revival der Städte“ sprechen. Dabei sei auch „die zweite Reihe“ wichtig. Denn während sich oft nur große Ketten die A-Lage, in Feldkirch beispielsweise die Marktgasse, leisten könnten, fänden in den umliegenden Straßen auch neue Anbieter und junge Labels, mit geringeren Mietkosten, eine Möglichkeit ihr Angebot feilzubieten. Durch Knotenpunkte in der Stadt, wie etwa Bahnhof, Busplatz oder Einrichtungen wie das Montforthaus und Behörden, würde die Frequenz gesteigert.

Ab Herbst 2020 wird in Feldkirch gegraben: Die Sanierung der Kanalisation in der Innenstadt startet. Das wird auch für die Geschäfte Herausforderungen mit sich bringen. Hier verspricht König, dass man durch gute Planung versuchen werde, die Bauzeit auf ein Minimum zu senken und dabei auf wichtige Einkaufszeiten, wie etwa den Advent, achten werde. Konkrete Maßnahmen würden aktuell von der Planungsabteilung überprüft, man werde auf eine gute Planbarkeit für Anrainer und Betriebe achten.