VN-Regionalumfrage: Großprojekt Rhesi in der Diskussion

Regionalumfrage / 13.11.2019 • 19:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
So soll der Rhein bei Diepoldsau nach den Rhesiplänen einmal aussehen. Nicht alle Lustenauer sind dafür. IRR

Nicht jeder Lustenauer vertraut den Rhesi-Plänen in puncto Sicherheit.

Lustenau Der Rhein prägt die Gemeinde Lustenau ganz besonders, daher tangiert auch das internationale Großprojekt Rhesi – Rhein, Erholung, Sicherheit, Österreichs größte Marktgemeinde in besonders hohem Maße. Das generelle Projekt ist fertiggestellt, im zweiten Abschnitt des Jahrhundertvorhabens solle der Alpenrhein bei Diepoldsau massiv umgestaltet werden, also der Fluss in unmittelbarer Nachbarschaft zu Lustenau. Die Eingriffe in den Flusslauf sind massiv, der Zweck neben der Renaturierung auch der Schutz vor Hochwasser, das ja auch Lustenau immer wieder massiv heimsucht und Straßen des Ortes teils mehrere Meter tief unter Wasser setzt.

Dementsprechend gaben bei der großen VN-Regionalumfrage von 317 teilnehmenden Lesern 255 an, es sei ihnen wichtig, dass in puncto Sicherheit das Projekt Rhesi umgesetzt wird. Auch in eigenen Worten gaben einige Teilnehmer ihre Meinung dazu ab. „Rhesi ist sehr wichtig. Doch befürchte ich, dass die überzogenen Forderungen der Naturschützer kontraproduktiv sind“, heißt es in einem der Kommentare. „Der Hochwasserschutz ist mir auch sehr wichtig, allerdings glaube ich nicht so sehr an das Projekt Rhesi“, meint ein anderer. Ein weiterer Umfrageteilnehmer wendet zum Projekt Rhesi ein: „Hier wird zu viel gutes Land geopfert, ob es wirklich sicherer werden würde, ist fraglich.“ Noch ein weiterer Leser hat Bedenken: „Das Geschiebe des Rheins wird sehr bald das Flussbett füllen. Dann ist die Sicherheit der Bevölkerung nicht mehr gewährleistet“, sagt er. VN-pes