Koblach ehrt Initiator der Neuburg-Restaurierung

Regionalumfrage / 29.11.2019 • 15:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Franz Josef Huber mit Gattin Annemarie auf „seinem“ Bänkle. GEMEINDE

Als Dank gab es für Franz Josef Huber eine Bank im Burghof. Die Erhaltung von historischen Kulturgütern wie der Neuburg wird in der VN-Regionalumfrage von über 70 Prozent als wichtig angesehen.

Koblach Im Jahr 1985 hat Franz Josef Huber, liebevoll auch „Burgenhuber“ genannt, die Restaurierung der Ruine Neuburg initiiert. Bis zum Jahr 2000 hat er 13 Bauetappen begleitet. Zum Dank und als Wertschätzung für sein Wirken hat ihm die Gemeinde Koblach nun eine Bank im Burghof gewidmet. Ende Oktober wurde die Bank im Beisein von Franz Josef Huber und seiner Gattin Annemarie „eingeweiht“. Mitglieder der Initiative Neuburg und Bürgermeister Gerd Hölzl würdigten die Arbeit von Franz Josef Huber mit einer kleinen Feier.

1985 legte „Burgenhuber“ los

Vor über 150 Jahren, konkret im Jahr 1864, hat die Gemeinde Koblach die bereits teils verfallene Ruine und den Schlosswald um 6600 Gulden gekauft. Seither befindet sich die geschichtsträchtige Einrichtung im Besitz der Gemeinde. Im Jahr 1956 haben die Pfadfinder von Bregenz, Dornbirn und Hohenems einen ersten Rettungsversuch auf der Neuburg begonnen. Eine weitere Sanierungsetappe startete 1985, unter anderen initiiert von Franz Josef Huber. Die aktuellen Restaurierungsarbeiten laufen seit 2012. Dabei wird jährlich noch vorhandenes Material gesichert und versucht, den derzeitigen Zustand zu erhalten. Um die Ruine vor dem Verfall zu schützen, sind permanente Bemühungen um den Erhalt und die Pflege notwendig. Aktuell werkeln der neue Bauleiter Jürgen Vallaster und sein Team von Wilhelm + Mayer fleißig an der zweiten Etappe zur Erhaltung der westlichen Ringmauer. Unterstützung erhalten die „Burg-Experten“ dabei regelmäßig von freiwilligen Helfern.

Huber im Austausch mit den neuen Bauleiter Jürgen Vallaster.
Huber im Austausch mit den neuen Bauleiter Jürgen Vallaster.

Regionalumfrage

Die Erhaltung historischer Kulturgüter wie etwa der Ruine Neuburg ist derzeit auch Thema bei der großen VN-Regionalumfrage. Von aktuell 180 Teilnehmern haben 132 oder anders ausgedrückt rund 73 Prozent angegeben, dass es ihnen wichtig sei, die Kulturgüter zu bewahren. Sanierungspläne ähnlich jenen für die Koblacher Neuburg werden derzeit ja auch für die Burgruine Neu-Montfort in Götzis gewälzt.