Okkupationsmuseum erinnert an den Krieg

Reise / 22.03.2013 • 11:51 Uhr / 1 Minuten Lesezeit
Das Freiheitsdenkmal im Zentrum der Stadt. Foto: SRT
Das Freiheitsdenkmal im Zentrum der Stadt. Foto: SRT

Museum. Spannende und schlimme Geschichten erzählt das Okkupationsmuseum in einem Betonklotz neben dem Schwarzhäupterhaus. Dokumente, Fotos und Alltagsgegenstände lassen eine vergessene und verdrängte Geschichte lebendig werden: Über 550.000 Letten sind nach dem Hitler-Stalin-Pakt in den Jahrzehnten der Besatzung umgekommen, ein Viertel der heutigen Bevölkerung. 1939 kamen die Sowjetrussen als – verhasste – Besatzer. Viele Letten wurden nach Sibirien deportiert. Als Nazi-Deutschland zwei Jahre später auch Lettland eroberte, wurden die Soldaten der Wehrmacht von vielen als Befreier gefeiert. Und obwohl die deutschen Besatzer 70.000 Juden ermordeten, genießen sie bis heute Sympathien in Lettland. Der Versuch, den Vormarsch der Sowjettruppen aufzuhalten, war aber vergeblich. Im Oktober 1944 eroberte die Rote Armee Riga zurück. Bis 1991 blieb Lettland Teil der
Sowjetunion.