Die Kunstszene in Peking boomt: „798 Art District“

Reise / 09.08.2013 • 11:24 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
In Peking ist derzeit alles „in“, was schräg ist. Für den westlichen Geschmack oft ungewöhnlich. Foto: martin duschek
In Peking ist derzeit alles „in“, was schräg ist. Für den westlichen Geschmack oft ungewöhnlich. Foto: martin duschek

KUNST. Der Neokapitalismus oder die sozialistische Marktwirtschaft Chinas verändern – oder befreien? – auch die Menschen. Jahrzehntelang galt es, ja nicht aufzufallen, einem maximal konformen Lebensstil von der äußeren Erscheinung bis zur Gestaltung des Alltags zu folgen. Den Aufholbedarf der Menschen an Individualität erkennt der Besucher Pekings zunächst an der Mode.

Galerien und Künstlercafés

„In“ ist, was schräg, ungewöhnlich und für westlichen Geschmack oft jenseits der Grenzen liegt. Sind es vor allem junge Menschen, die sich so präsentieren, boomt in der Mittelschicht und der Upper-Class die Kunstszene. Die junge chinesische Kunst artikuliert, trifft verschlüsselte Aussagen, spiegelt Seelenleben und Individualität der Künstler wider. Ähnlich wie in vielen europäischen Städten etablierte sich die Szene zunächst in aufgelassenen Fabriksgebäuden.

798 Art District

In Peking heißt dies schlicht „798 Art District“. In der Fabrik 798 wurden früher Elektrogeräte erzeugt, heute finden sich hier mehr als 100 Galerien, Ateliers und Künstlercafés.