Neuseelands Südinsel entdecken

Reise / 24.10.2013 • 13:09 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Neuseelands Südinsel entdecken

Atemberaubende Küsten, hohe verschneite Gipfel und liebenswerte Menschen.

reise. (Kornelia Hinterauer) Neuseeland besteht aus Nord- und Südinsel und hat eine Bevölkerungsdichte von ca. 16 Menschen pro Quadratkilometer, wobei drei Viertel der Einwohner die Nordinsel besiedeln. Für eine Rundreise auf der dünn besiedelten Südinsel sollte man sich drei Wochen Zeit einplanen, um einige der atemberaubendsten Flecken der Erde zu erkunden. Die einfachste Variante hier zu reisen, ist in einem Camper-Van. So ist man unabhängig und kann auf den unzähligen Campingplätzen übernachten.

War man zuvor auf der Nordinsel des Landes, kann man die 35 Kilometer breite Meeresstraße, die Cook Strait, mit der Fähre überqueren und in Picton anlanden. Westlich von Picton liegt der Abel Tasman Nationalpark. Er besteht aus den typisch neuseeländischen Wäldern mit Farnen, zahlreichen Vogelarten, Sandstränden und kleinen vorgelagerten Inseln. Im Park sind mehrere Campingplätze, die man entweder mit einer mehrtägigen Wanderung oder einem Kajaktrip erreichen kann. Hier werden oft Seelöwen, Delfine und viele andere Tiere gesichtet. Der Motorway Nummer 6 an der Westküste ist nur eine der atemberaubenden Strecken, die auf der Südinsel gefahren werden können.

Atemberaubende Strecke

Immer wieder kann man stehenbleiben und verschiedenste Felsformationen, Höhlen oder Wasserfälle bewundern. Außerdem passiert man den eindrucksvollen Franz-Josef-Gletscher, der nach dem früheren Kaiser von Österreich benannt wurde. An den Stränden in dieser Gegend sollte immer nach den typisch neuseeländischen Greenstones Ausschau gehalten werden. Hier werden die meisten dieser Jade-Steine gefunden, aus denen der traditionelle Maori-Schmuck gefertigt wird. Folgt man der Straße weiter ins Landesinnere, erreicht man Queenstown. Die Stadt ist sehr quirlig, da sie mit ihren unzähligen Sportmöglichkeiten, wie Downhill-Biken, Skifahren, Bungeespringen, Jetboot-Fahren, Wandern etc. vor allem junge Leute anspricht.

Fährt man nun nach Südwesten, erreicht man den Fjordland-Nationalpark, der zum UNESCO-Weltnaturerbe zählt. Hier werden verschiedene Boots-Touren angeboten, um die neuseeländischen Fjorde zu bewundern. Die meisten Touristen fahren die vielleicht schönste Straße des Landes entlang, von Te Anau nach Milford Sound, und besichtigen mit einem kleinen Boot den atemberaubenden Milford Sound. Hier reichen die steilen Hänge der Berge von fast 1700 Meter Höhe direkt ins Meer. Auf der Fahrt begegnet man oft auch Robben, Pinguinen und Delfinen.

Naturschauspiel an der Küste

Im Südosten des Landes liegt die Catlins Conservation Area. Der Küstenabschnitt in diesem Gebiet bietet besonders viele Sehenswürdigkeiten und eindrucksvolle Plätze. Beispiele dafür sind die Cathedral Caves, riesigen Höhlen, die nur bei Ebbe besucht werden können oder auch der Nugget Point, ein Leuchtturm auf einem schmalen Felsen, der ins Meer hinausragt. Im Meer liegen mehrere kleine Inseln, von denen der Platz seinen Namen hat.

An der Ostküste sollte in Dunedin ein Zwischenstopp eingelegt werden. Die junge Studentenstadt bietet neben der steilsten Straße der Welt auch die einzige kontinentale Königsalbatros-Kolonie. Diese gigantischen Vögel erreichen eine Flügelspannweite von bis zu drei Metern. Weiter im Norden befindet sich Christchurch. Der Hauptort der Südinsel Neuseelands wurde 2011 von einem schweren Erdbeben teilweise zerstört und befindet sich immer noch im Wiederaufbau. Die Küste zwischen Christchurch und Picton ist besonders bekannt für Walbeobachtungen. Vor allem in Kaikoura werden zahlreiche Bootstouren angeboten, um die Riesen der Meere zu bewundern.

Hat man noch ein paar Tage Zeit, ist es empfehlenswert, einen der Pässe über die Neuseeländischen Alpen zu fahren. Auf diesen Strecken ändert sich die Landschaft unglaublich schnell. Man startet zum Beispiel an der Ostküste, bei ruhigem Meer und Morgensonne, fährt dann durch graue steinige Hügel, um an schneebedeckten Gipfeln vorbei, durch grüne Wiesen an die raue, windige Westküste zu gelangen und den Sonnenuntergang zu genießen.

Der Abwechslungsreichtum dieses Landes ist enorm, weswegen es so viele Besucher in seinen Bann zieht.

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