Genussurlaub in den Dolomiten

Reise / 20.06.2014 • 10:30 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Genussurlaub in den Dolomiten

Obereggen im Südtirol, am Fuße der Dolomiten, ist ein Geheimtipp für Naturliebhaber.

reise. (VN-ber) Die Straßen werden enger und winden sich durch die überwältigende Schlucht mit ihren überhängenden rötlich braunen Felswänden, je mehr wir uns dem Eggental, nur wenige Kilometer von Bozen entfernt, nähern. Unser Navi hat längst aufgegeben und trotzdem finden wir auf Anhieb unser Ziel Obereggen, an der Westseite des Latemar, dem wohl beeindruckendsten Gebirgsstock der Dolomiten. Im Genießerhotel Sonnalp werden wir bereits freudig erwartet, und so bewundern wir schon nach wenigen Minuten den wunderbaren Ausblick von unserem Zimmer ins Grüne, genießen die Ruhe und fühlen uns wie zu Hause.

Am nächsten Morgen starten wir dann voller Spannung in die erste Wanderung. „Auf dem Latemar liegt leider noch zu viel Schnee“, erklärt uns Seniorchef Georg Weissensteiner, der uns auf unserer Tour begleitet. Und so machen wir uns auf den Weg zum nicht weniger berühmten Rosengarten. Der Sessellift, der im Winter die Skifahrer auf die Pisten bringt, führt auch uns gemütlich nach oben bis zur Kölner Hütte auf 2339 m Höhe. Bei dieser traumhaften Kulisse stockt mir erstmal kurz der Atem. Vor uns liegt der teilweise noch schneebedeckte Hang des Rosengartens, während man im Tal die grünen Wiesen und in etwas Entfernung den Latemar und die faszinierende Bergwelt der Dolomiten erblickt. „Abrutschen solltet ihr hier gleich nicht“, warnt uns Georg Weissensteiner mit einem Schmunzeln, während er auf den schmalen Pfad deutet, der über die steilen Schneefelder führt, und so wandern wir voller Konzentration los und fühlen uns in Begleitung des Experten, der diesen Berg wie seine Westentasche zu kennen scheint, gut aufgehoben. Schließlich war er einer der jungen Männer, die in den 70er-Jahren die Idee hatten, Obereggen zu einem Skiort zu machen und denen das mit viel Engagement und Herzblut auch gelang. Trotzdem ist man hier immer beim sanften Tourismus geblieben und wurde dafür auch mehrfach preisgekrönt.

Pause auf der Masarè Hütte

Die Schneefelder werden langsam weniger, es geht dem Hirzlweg entlang bergabwärts und immer wieder sieht man die Spuren, die riesige Lawinen hier im extrem schneereichen letzten Winter hinterlassen haben. In der Masarè Hütte gönnen wir uns dann eine Pause und bekommen sogleich einen Einblick in die Südtiroler Küche. Spinatknödel, Tirolerknödel, Käseknödel, Schlutzkrapfen, Rote-Beete-Knödel . . . man weiß gar nicht welchen man zuerst probieren soll, denn lecker sind sie alle. Dazu darf natürlich ein Gläschen Vernatsch oder ein nicht weniger typischer Rotwein, der Lagrein, nicht fehlen.

Über saftig grüne und blühende Almwiesen geht es von hier aus wieder ins Tal. Jetzt ist Botanikerin und Kräuterexpertin Sigrid Thaler Rizzolli, die uns ebenfalls begleitet, voll in ihrem Element und erzählt uns alles über

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