Zu Besuch bei einem Ökobauern

02.10.2015 • 09:02 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Mohamed Aues in seinem Gewächshaus, in dem er zertifiziert Gemüse nach ökologischen Gesichtspunkten anbaut.
Mohamed Aues in seinem Gewächshaus, in dem er zertifiziert Gemüse nach ökologischen Gesichtspunkten anbaut.

bioprodukte. „Viele unserer Gäste interessieren sich für nachhaltige Landwirtschaft“, sagt Angela Hofmann, in Sekem die Verantwortliche für die landwirtschaftlichen Touren, als wir etwas später im Taxi sitzen und zu einem Biobauern in der Nähe fahren. Mohamed Aues baut für Sekem zertifiziert Gemüse nach ökologischen Gesichtspunkten an und arbeitet nach den gleichen Standards wie Demeter. Der Markt für Bioprodukte ist in Ägypten noch relativ klein und macht gerade mal ein bis zwei Prozent aus. „Doch unser Ziel ist es, möglichst viele Bauern vom Sinn der biologischen Landwirtschaft zu überzeugen“, sagt Angela.

Mohamed Aues hat 70 Fedan und bewirtschaftet seine Fläche seit 18 Jahren. Da er wenig produziert, wiegt der Gewinn durch die Bioware (er erhält 20 Prozent mehr vom herkömmlichen Preis) derzeit seine Produktionskosten nicht auf. Er rechnet uns seine Ausgaben vor, indem er einen Stift aus der Brusttasche seiner Galabeya zieht und auf dem Tisch vor einem seiner Gewächshäuser, der mit Papier überzogen ist, eine Rechnung schreibt. Trotz der hohen Kosten fühlt er sich mit seinem Weg zufrieden. Er glaube an die Zukunft.