Auf Safari am Neusiedler See

23.10.2015 • 10:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Vom Hochstand aus lässt sich die Tierwelt besonders gut beobachten. Fotos: beate rhomberg (5)
Vom Hochstand aus lässt sich die Tierwelt besonders gut beobachten. Fotos: beate rhomberg (5)

Laken anzusehen. Eine Kornweihe, Graugänse, einen Mäusebussard, Blesshühner, Kampfläufer, eine Rohrweihe und viele weitere Vögel zeigen sich vor unseren Ferngläsern, bevor wir schließlich aussteigen, um vom Hochturm aus einen noch besseren Überblick zu bekommen. „Schaut! Die Graugänse fliegen alle auf. Irgendwo muss ein Greifvogel sein“, ruft Michael, als wir zu Fuß auf dem Weg zum Turm sind. Tatsächlich. Nach kurzer Suche entdecken wir in der Luft einen Seeadler, das österreichische Wappentier. Die Gänse haben ihn gerade noch einmal rechtzeitig entdeckt, um sich in Sicherheit zu bringen.

Seeadler und Wanderfalke

Als Michael versucht, das Fernglas auf den Seeadler zu richten, macht er eine weitere Entdeckung. Einen Wanderfalken. So viel Glück muss man erst einmal haben, diese beiden doch recht seltenen Vögel mit einem Mal vor die Linse zu bekommen. Vom Hochturm aus entdecken wir schließlich noch drei Rehe und Wasserbüffel und lernen jede Menge über die Besonderheiten der Landschaft. Auf dem Weg zurück zum Auto zeigen sich uns schließlich noch ein Molch und ein Frosch, der in einer kleinen Regenpfütze hin- und herschwimmt. Auf dem Rückweg zum Hotel machen wir noch einen Stopp bei den Graurindern, die mit ihren riesigen Hörnern und der schönen hellen Farbe auf der Wiese stehen. Lange war diese Rasse, die bereits im Mittelalter im Seewinkel vorkam und damals beliebter Fleischlieferant war, in Vergessenheit geraten. Heute sind im österreichischen Teil vom Nationalpark Neusiedlersee-Seewinkel wieder etwa 300 Tiere zu finden, die dort für Beweidungszwecke eingesetzt werden, die etwa das Bestehen von Brutlebensräumen für bodenbrütende Vogelarten sichern.

Zum Abschluss machen wir noch bei der Vogelberingungsstation halt, wo ich schließlich – nachdem wir viel über die Beringung erfahren haben – die Blaumeise und eine Kohlmeise zurück in die Freiheit entlassen darf.

Lesen Sie nächste Woche im Reiseteil: La Réunion im indischen Ozean.