Einzigartige Safari im Seewinkel

Reise / 23.10.2015 • 11:59 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

340 Vogelarten, unendliche Weiten und ein einmaliges Naturschutzgebiet.

reise. (VN-ber) Östlich des Neusiedler Sees, zwischen Parndorfer Platte und Einserkanal, erstreckt sich auf etwa 450 Quadratkilometer Fläche der Seewinkel. Inmitten dieser Tiefebene wird mit 114 Meter über dem Meeresspiegel auch der tiefste Punkt Österreichs gemessen. Mit seinem pannonischen Klima zählt der Seewinkel zudem zu den wärmsten und trockensten Gebieten Österreichs. Inmitten dieser Region, bietet die St. Martins Lodge eine für Mitteleuropa einzigartige Gelegenheit: Safaris durch den Seewinkel. Als wir das hören, sind wir sofort begeistert und planen unsere Reise ins Burgenland. Und tatsächlich. Wir fühlen uns schon kurz nach der Ankunft ein bisschen wie in einem anderen Land und kommen schon nach wenigen Stunden beim Anblick der unendlichen Weite, die sehr an die ungarische Puszta erinnert, in Urlaubsstimmung. Für den nächsten Tag buchen wir uns die „große Entdeckertour“, um uns einen optimalen Überblick über den Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel zu verschaffen, der 1993 gegründet wurde. Wir haben Glück und sind an diesem Samstag die einzigen Gäste, die diese Tour gebucht haben. Mit unserem Guide Michael machen wir uns im Bus, ausgestattet mit Ferngläsern und Kameras, auf den Weg zu der ersten Salzlake, der Fuchslochlake. „40 bis 45 solcher Laken befinden sich hier, weitere 40 sind bereits verschwunden. Der Seewinkel ist somit die westlichste Salzsteppe Eurasiens“, erzählt uns Michael, der als ausgebildeter Biologe für die Lodge arbeitet und sich täglich mit Naturfreunden auf die Suche nach Tieren und Pflanzen begibt. Auf den ersten Blick erkenne ich – als völlig Unkundige auf dem Gebiet der Vögel – hauptsächlich Schwäne und Enten auf der Lake, werde aber schnell eines Besseren belehrt. Ein Kiebitz geht dem Ufer entlang auf Futtersuche, und bei genauerem Schauen entdecken wir durch das Fernglas verschiedenste Entenarten, wie die Krickente, Löffelenten und Stockenten. „Die Löffelente erkennt man an ihrem großen Schnabel“, erklärt mir Michael, kurz bevor er in der Ferne einen Turmfalken erspäht und das Fernrohr auf ihn richtet, damit wir ihn auch sehen können und ihn dabei beobachten, wie er gerade seine Beute – eine Maus – verzehrt. Immer noch fasziniert davon, wie man einen Vogel in luftiger Höhe an seinem Schnabel erkennen kann, während ich nur einen schwarzen Fleck mit Flügeln sehe, fahren wir auf den Schotterwegen weiter durch den Nationalpark. Immer wieder bleiben wir stehen, um uns die Tier- und Pflanzenwelt rund um die