Reise / 15.03.2019 • 10:53 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Gebäude im Jardin Majorelle des Modeschöpfers Yves Saint Laurent strahlen im berühmten Blau. Beate Rhomberg (5)
Die Gebäude im Jardin Majorelle des Modeschöpfers Yves Saint Laurent strahlen im berühmten Blau. Beate Rhomberg (5)

zu posten. Je tiefer wir in den Markt eindringen, umso spannender wird es. Mit etwas Glück (oder gutem Orientierungssinn) gelangt man zu den Handwerkern, die das Leder bearbeiten oder die Wolle färben, die dann in leuchtenden Farben über den Gassen zum Trocknen gespannt wird. Fotografieren und Filmen sollte man hier allerdings erst nach vorherigem Fragen, denn zu oft werden die Händler zu unfreiwilligen Fotomotiven und reagieren darauf oft gereizt.

Am frühen Abend kommen wir vollgepackt wieder zum Djemaa el Fna, wo sich das Bild inzwischen gewandelt hat. Statt Ständen voller Minze reihen sich nun unzählige Garküchen aneinander, in denen traditionelle Gerichte, aber auch Schnecken oder Schafsköpfe zubereitet und in kleinen Häppchen gereicht werden, damit man möglichst viel probieren kann. Einheimische und Touristen füllen die Sitzplätze, während im Hintergrund die Trommeln der Berber ertönen und Gaukler oder Geschichtenerzähler das Interesse von Hunderten Schaulustigen auf sich ziehen.

Stadt der Gärten

In Marrakesch findet man zahlreiche grüne Oasen. Am berühmtesten ist wohl der „Jardin Majorelle“, der Garten des französischen Modeschöpfers Yves Saint Laurent, der in Marrakesch seine Inspiration fand und diesen traumhaften Ort schuf, in dem Gebäude und Pflanzengefäße im berühmten Blau des Designers leuchten. Über 300 Pflanzenarten aus aller Welt gibt es hier zu bewundern. Wer nicht lange anstehen möchte, kommt am besten schon früh am Morgen. Der Garten lässt sich zudem wunderbar mit einem Spaziergang durch den modernen Stadtteil Guéliz verbinden, in dem man statt Marktständen klimatisierte Boutiquen aller bekannten Designer findet.

Deutlich ruhiger als im Jardin Majorelle geht es im Jardin Secret, im „geheimen Garten“ in der Medina zu. Ohne anzustehen gelangt man inmitten des Trubels der Altstadt in die grüne Idylle mit Rosmarinhecken, Lavendel und Kakteen und kann sich im Café oder einer der Bänke in Ruhe von der Hektik erholen und wieder Energie tanken.