Dort, wo es schön ist

Reise / 25.02.2022 • 11:28 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Dort, wo es schön ist

In der mallorquinischen Hauptstadt Palma lässt sich auch im Winter ein entspanntes Lebensgefühl genießen.

Nach allem, was man weiß oder vielleicht auch nur gehört hat, gibt es unter den Hauptinseln der Balearen außer Menorca und Formentera noch andere untadelige Orte – oder nicht? Manche Menschen bringen Ibiza auch mit der gleichnamigen Affäre in Verbindung. Und über Mallorca kursieren viele Geschichten und Gerüchte, die eine objektive Bewertung nicht zulassen. „Geh einfach dorthin, wo es schön ist“, raten Kenner und empfehlen, berüchtigte Hotspots des Massentourismus eben zu meiden. Das machen wir.

Mallorca gilt als die Lieblingsinsel der Deutschen. Seit den 1960er-Jahren ist sie laut Alexander Sepasgosarian, Chefredakteur des „Mallorca Magazins“, ein Sehnsuchtsort für Millionen Bundesbürger. Zum großen Kreis zählt er – in dieser Reihenfolge – „Zweithausbesitzer, Wanderer, Kunstmaler, Unternehmer, Sonnenhungrige, Radsportler, Sprachschüler, Gourmets, Rentner, Handwerker, Golfer oder ja, auch diese sind zu nennen, schlicht Partyenthusiasten“. Das seit 50 Jahren erscheinende „Mallorca Magazin“ der „Grup Serra“ ist ein Resultat der deutsch-mallorquinischen Verbindung und informiert die deutschsprachigen Europäer Woche für Woche über das, was auf der Insel so passiert. Das Wetter inklusive. Auf Mallorca kann es schon mal regnerisch sein und stürmisch. Davon berichtete bereits die französische Schriftstellerin George Sand. Sie kam mit ihrem Freund, dem Komponisten Frédéric Chopin, im November 1838 auf die Insel und blieb einige Monate. Von Stränden, wo das Meer mitunter „ebenso wenig gastfreundlich ist, wie die Bewohner“, schreibt sie genauso wie über Mallorca als „das Dorado der Malerei“. George Sands Buch „Ein Winter auf Mallorca“ machte Valldemossa berühmt, und noch heute pilgern Besucher zur Kartause, wo sich damals die Unterkunft des Paares befand.

Entspanntes Lebensgefühl in Palma

Die Zeiten, wo Mallorca-Besucher vom Flughafen mit dem Auto meist direkt in die idyllische Finca im Hinterland oder zum Strandhotel fuhren, sind offenbar vorbei.