Griechenland mal anders

Reise / 30.09.2022 • 11:02 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Griechenland mal anders

Es muss nicht immer Strand sein. Thessaloniki bietet Geschichte, Kultur und Nightlife im Überfluss.

Urlauber kennen vor allem den Flughafen in Thessaloniki für die Weiterfahrt zur Halbinsel Chalkidiki mit ihren traumhaften Stränden. Wenn sie wüssten, was die Metropole im Norden Griechenlands alles zu bieten hat, würden sie vermutlich etwas länger verweilen. Die Hafenstadt am Thermaischen Golf ist nach Athen die zweitgrößte Stadt des Landes und blickt auf 23 Jahrhunderte Geschichte zurück. Die Einheimischen nennen sie liebevoll „Saloniki“ und Besucher schwärmen von einem Paris-ähnlichen Flair auf den großen Boulevards am Meer.

Regenschirme und Baukunst

Einen Überblick verschafft man sich am besten bei einem Spaziergang entlang der vier Kilometer langen, neuen Uferpromenade Nea Paralia. Sie beginnt am Wahrzeichen der Stadt, dem Weißen Turm, und führt bis zur Konzerthalle. Die Geschichte des 34 Meter hohen, von den Osmanen im 15. Jahrhundert erbauten Turms ist allerdings schaurig. Er diente als Gefängnis und Hinrichtungsstätte und man sagt, dass er den Namen „Turm des Blutes“ trug, bis ihn ein Gefangener 1883 im Austausch für seine Freiheit weiß anmalte. Heute beheimatet das Bauwerk ein Museum zur Geschichte der Stadt. Etwa 600 Meter weiter wartet das nächste Highlight der Strecke auf die Spaziergänger: die Regenschirme des griechischen Bildhauers Giorgos Zogolopoulos. 1993 präsentierte der Künstler die 13 Meter hohe Skulptur auf der Biennale in Venedig, seit 1997 ziert sie die Promenade von Thessaloniki und ist einer der begehrtesten Foto-Spots der Stadt. Auf dem weiteren Weg bis zur Konzerthalle kann man den Video-Auslöserknopf des Handys ruhig gedrückt halten und die besonderen Stimmungen in Parks und Freizeitplätzen wie dem „Garten aus Sand“, dem „Skulpturengarten“ und dem „Musikgarten“ einzufangen. Und immer wieder laden gemütliche Cafés, Bars und ein Beach Club zum Verweilen ein. Am Ende der Promenade hat der japanische Architekt Arata Isozaki dann einen besonderen Blickfang geschaffen: Das Konzerthaus M2. Wem der Sinn eher nach Tradition

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