Reise / 07.10.2022 • 11:38 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Ostsee ist bekannt für ihre Zeesenboote. Früher wurden sie für den Fischfang benutzt. Edith Rhomberg
Die Ostsee ist bekannt für ihre Zeesenboote. Früher wurden
sie für den Fischfang benutzt. Edith Rhomberg

Essgewohnheiten Auswirkungen auf unseren Alltag, auf die Umwelt und auf das Klima haben“. Und Jens Schröder, GEO-Chefredakteur und Schirmherr 2022, dazu: „Das Festival rückt damit nah an jeden einzelnen Besucher heran – und auch an mich.“ Einige Präsentationen namhafter Fotografinnen und Fotografen reichen bis in das Jahr 2023. Es sind großformatige Arbeiten, für die der Strand, diverse Plätze und Wiesen im Ort oder der Garten beim Heimatmuseum die Freiluft-Galerien sind. Die Lobby des Hotels Vier Jahreszeiten Zingst ist bis Februar 2023 Schauplatz für Günter Nowalds „Faszinierende Einblicke in Kranichwelten“. Mehr als 16 Stunden sitze er manchmal in einem Fotoversteck, gibt der Fotograf und Biologe preis.

„Kranich-Watching“

Wie bei der Beobachtung von Walen andernorts, kann es auch auf der Fahrt mit dem Schaufelraddampfer „River Star“ passieren, dass die Kraniche sich nicht genau dann blicken lassen, wenn das Publikum es von ihnen erwartet.

Die Vögel des Glücks, wie sie auch genannt werden, sind in Zingst und Umgebung gern gesehene Gäste. Wir erfahren auf der Kleinen Kranichtour, dass Tausende von Vögeln in den Monaten September und Oktober hier einen Zwischenhalt einlegen auf ihrem Weg von Skandinavien in die südlichen Winterquartiere. Wetterglück macht die Schifffahrt auf dem Zingster Strom für uns zum eindrucksvollen Naturerlebnis. Es ist früher Abend, als Kapitän Tassilo Schäfer das Schiff zum Stehen bringt. Hinter uns liegt die Meiningenbrücke, die die Halbinsel Zingst mit der Kleinstadt Barth auf dem Festland verbindet. Vor uns sehen wir die Insel Kirr, „wo die Kraniche im seichten Wasser stehend vor Feinden geschützt die Nächte verbringen“, informiert Schäfer. „Tagsüber finden sie Nahrung auf den abgeernteten Maisfeldern“, weiß der Kapitän, der außerdem Informationen zur beachtlichen Größe der Vögel gibt. Nur ein sehr gutes Fernglas reicht manchmal aus, um den Vogelzug zu erspähen, aber deren Gezwitscher, pardon Trompeten ist doch ein ganz klein wenig zu hören. Sicher ist, dass wir allein der großartigen Landschaft und der Kraniche wegen wieder auf den Darß kommen wollen. ERH

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