Reise / 20.01.2023 • 11:33 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Das Bergpanorama im Trentino ist wunderschön. Der höchste Punkt des Skigebietes liegt auf knapp 3000 Metern Höhe.
Das Bergpanorama im Trentino ist wunderschön. Der höchste Punkt des Skigebietes liegt auf knapp 3000 Metern Höhe.

Tauben, Hühner, zwei Esel, ein Pony“, zählt der Wirt und Pizzabäcker Giuseppe Battisti, der zudem noch als Skilehrer arbeitet, seine Verpflichtungen auf. Am liebsten verbringt er die Zeit allerdings mit seinen zwölf Araber-Pferden, die etwas unterhalb der Baita im Stall stehen und schon mehrfach prämiert wurden. „Die sind mein Leben“, schwärmt der 66-Jährige, „ich bin zwar schon alt, aber mit den Pferden fühle ich mich wieder jung.“

Feierabend in der Therme

Ein paar Schwünge unterhalb der Baita 3 Larici erreicht man Peio Fonti und damit den Einstieg ins Skigebiet. Gleich neben der Talstation zieht es die Locals zum Après-Ski in die Sandwich Bar, wo man neben Skilehrern und Mitarbeitern des Skigebietes kaum noch Platz findet. Die Gäste zieht es eher ins benachbarte Bochèr Après-Ski – oder in die Therme. Das dort verwendete Wasser kommt aus drei Quellen – die Antica Fonte Pejo ist stark eisenhaltig und frei von schwefelsaurem Kalk und wurde bereits im Jahr 1549 genutzt. Jedes Wasser hat besondere Eigenschaften und hilft je nach Quelle bei Asthma, Rheuma, Neurodermitis und vielen anderen Leiden. Anfang des 20. Jahrhunderts baute man ein erstes Bad samt Hotel und Mitte der 90er Jahre ein modernes Thermalzentrum mit Schwimmbad, Saunen und diversen Anwendungen. Mittlerweile gibt es sogar eine Kosmetiklinie, in der das mineralarme Wasser mit niedrigem Salzgehalt und nahezu neutralem pH-Wert der Fonte Alpina verwendet wird.

Gemeinschaftskäserei

Etwas oberhalb von Peio Fonti sieht man am Sonnenhang das alte Dorf Peio. Eine ruhige Oase mit zwei Bars und zwei kleinen Hotels – und der letzten Gemeinschaftskäserei des Trentino. In den Wintermonaten liefern vier Bauern Milch, die der erst 22 Jahre alte Daniele Caserotti in einem kleinen Raum mit drei Kupferkesseln zu Butter, Ricotta sowie Kuhmilch- und Ziegenkäse verarbeitet. Die Produkte wie Casolét oder Nostrano können täglich in einem kleinen Laden gleich neben der Käserei gekauft werden.

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