Fischer überzeugt: Kirche schlägt neues Kapitel auf

Spezial / 19.03.2013 • 22:18 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Regelrecht verzückte Stimmen aus der österreichischen Delegation: „Der ist ja ganz anders!“

Rom. (VN-tm) Irgendwie hat er sie alle beeindruckt. Bundesratspräsident Edgar Mayer hat die Amtseinführung von Papst Franziskus „ohne viel Pomp und Aufwand“ erlebt: „Das war nicht protzig, sondern feierlich.“

Bundespräsident Heinz Fischer ging noch weiter und schrieb diesem veränderten Stil im Vatikan ziemliche Sprengkraft zu: „Ich bin sicher, dass Franziskus ein neues Kapitel in der Geschichte der Kirche eröffnen wird. Mit seinem Stil setzt er neue Akzente im sozialen Bereich sowie bei der Bekämpfung der Armut. Die Wahl des Namens Franziskus bezeugt, dass er Einsatz für den Frieden und soziale Fragen als Orientierung gewählt hat.“

Nachhaltige Akzente

„Der Papst hat all das angesprochen, was wir uns gerne für unsere Kinder und Enkelkinder wünschen, wenn wir an Nachhaltigkeit denken“, sagte ein nachdenklicher Bundeskanzler Werner Fay­mann kurz nach der Landung in Wien-Schwechat. Außenminister und Vizekanzler Spindelegger wiederum erklärte sich von der Welle der Freude und Sympathie beeindruckt, die der neue Papst ausgelöst hat. Es sei offenkundig, dass Franziskus unter den Gläubigen viel Hoffnung geweckt habe. Auch den Appell des Papstes, sich um die Umwelt zu kümmern, begrüßte Spindel­egger. „Wir sind es nicht so gewohnt, dass Umweltschutz derart Bedeutung eingeräumt wird.“

„Einfach, herzlich und ansprechend“ – so fasste der Wiener Erzbischof, Kardinal Christoph Schönborn, die Wirkung seines neuen Pontifex zusammen und lobte dessen „große Natürlichkeit“.