Wo es Köchen schmeckt

Spezial / 07.05.2015 • 20:46 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
   
   

Wo geht eigentlich ein Koch essen, wenn er nicht am Herd steht? Die VN fragte nach.

Schwarzach. (VN-sca) Spitzenköche leben im Schlaraffenland, möchte man als Außenstehender meinen. Beste Produkte und das Können, um daraus unvergessliche Gerichte zu produzieren. Was will man mehr? Vielleicht den Kontakt zu Kollegen, Entspannung, Spaß. Für die besten Köche ist ihr Beruf auf jeden Fall mehr als nur Existenzsicherung, deshalb besuchen sie gerne andere Restaurants und Wirtshäuser.

Lieblingslokale

Und sind froh, wenn sie ein ordentliches Schnitzel auf den Teller bekommen. Der englische Food-Journalist Joe Warwick wollte von den Chefs jedenfalls Genaueres wissen. In bereits zweiter Auflage wurde sein Nachschlagewerk „Where Chefs Eat“ zum Erfolg. Er fragte nach den Lieblingslokalen der Chefköche, vom Imbiss bis zur Haute Cuisine. Das dicke Nachschlagwerk empfiehlt Geheimtipps und „Musts“ auf der ganzen Welt. Nur eine Region wurde vergessen – Vorarlberg (und das obwohl das Ziel der Tourismusstrategie 2020 darauf abzielt, dass Vorarlberg die Nummer eins in Europa wird).

Deshalb fragten die VN einige von Vorarlbergs besten Köchen, wo sie gerne speisen, wenn sie nicht im eigenen Restaurant stehen. Köche sind auch als Gäste anspruchsvoll und neugierig. Die Qualität muss stimmen, die Atmosphäre ist ihnen wichtig und wenn es was Neues auf dem Teller zu entdecken gibt, sind sie auch nicht traurig. Denn eigentlich sind sie ja immer im Dienst, sind offen für die Kreationen ihrer Kollegen und Kolleginnen (die fragen wir auch noch nach ihren Lieblingslokalen).

Jan Lukas Härle, Freigeist Völlerei, Lustenau. Der Shooting Star liebt die Mahlzeiten bei seiner Oma. Wegen der Gemütlichkeit, wegen der Gespräche und weil sie einfach kocht, was Jan schon als Kind gern mochte. Basics: Spanischer Club in Heerbrugg, authentische spanische Küche und Atmosphäre Exklusiv: Die Großmutter von Jan Härle kocht traditionell und gut. „Wenn alle am Tisch sitzen, fühle ich mich richtig wohl“ Haubenküche: Restaurant Mangold, Lochau          
Jan Lukas Härle, Freigeist Völlerei, Lustenau. Der Shooting Star liebt die Mahlzeiten bei seiner Oma. Wegen der Gemütlichkeit, wegen der Gespräche und weil sie einfach kocht, was Jan schon als Kind gern mochte. Basics: Spanischer Club in Heerbrugg, authentische spanische Küche und Atmosphäre Exklusiv: Die Großmutter von Jan Härle kocht traditionell und gut. „Wenn alle am Tisch sitzen, fühle ich mich richtig wohl“ Haubenküche: Restaurant Mangold, Lochau          
Thomas Scheucher, Restaurant Guth, Lauterach. „Hans Haas vom Tantris ist für mich ein großes Vorbild“. Gemütlicher Hock: Buongustaio, Dornbirn. Italienische Spitzenprodukte, Dolce Vita im Dornbirner Original. Österreichische Küche: Gasthof Rössle, Braz, Wild, Klassiker in bester Qualität Ausflug: Grotto Da Enzo, Centovalli, Tessin, perfekte Küche und Atmosphäre Sterneküche: Restaurant Tantris, München, „eine Inszenierung des Genusses, bei der alles passt“.
Thomas Scheucher, Restaurant Guth, Lauterach. „Hans Haas vom Tantris ist für mich ein großes Vorbild“. Gemütlicher Hock: Buongustaio, Dornbirn. Italienische Spitzenprodukte, Dolce Vita im Dornbirner Original. Österreichische Küche: Gasthof Rössle, Braz, Wild, Klassiker in bester Qualität Ausflug: Grotto Da Enzo, Centovalli, Tessin, perfekte Küche und Atmosphäre Sterneküche: Restaurant Tantris, München, „eine Inszenierung des Genusses, bei der alles passt“.
Valentin Bargehr, Gasthof Rössle, Braz. „Im Café April gibt es eine kleine Speisenauswahl , aber das ist einfach gut.“ Alternativ: Café April, Feldkirch. Außergewöhnliches Lokal, sehr gute vegetarische Gerichte. Immer wieder: Gasthaus Maria Grün, Frastanz. Regionale Küche oft mit Bioprodukten. Nur noch bis August offen. Geheimtipp: Hotel Schwanen, Bizau. Biologischer Genuss in zeitgemäßer Zubereitung, sehr gute Weinauswahl. Haubenlokal: Restaurant Guth, Lauterach
Valentin Bargehr, Gasthof Rössle, Braz. „Im Café April gibt es eine kleine Speisenauswahl , aber das ist einfach gut.“ Alternativ: Café April, Feldkirch. Außergewöhnliches Lokal, sehr gute vegetarische Gerichte. Immer wieder: Gasthaus Maria Grün, Frastanz. Regionale Küche oft mit Bioprodukten. Nur noch bis August offen. Geheimtipp: Hotel Schwanen, Bizau. Biologischer Genuss in zeitgemäßer Zubereitung, sehr gute Weinauswahl. Haubenlokal: Restaurant Guth, Lauterach
Michael Schwarzenbacher (mit Gattin Andrea), Restaurant Mangold, Lochau.
Michael Schwarzenbacher (mit Gattin Andrea), Restaurant Mangold, Lochau. „Meistens bleibt mir nur bei Reisen die Zeit, um gute Restaurants zu besuchen.“ Im Urlaub: Cal Pep, Barcelona. Grandiose Tapas auf der Höhe der Zeit. Immer einen Besuch wert. Probieren: Hangar 7, Salzburg. Das Konzept der Gastköche überzeugt seit der Eröffnung Grandios: The Jane, Antwerpen. Koch Sergio Herman hat drei Michelin-Sterne und diese verdient.

Joe Warwick, Where Chefs Eat, Phaidon, Englisch, erhältlich bei „Das Buch“, Dornbirn, Messepark