Holunderbeeren

24.09.2015 • 18:03 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Holunder schmeckt gut und ist noch dazu gesund. Foto: Lerch
Holunder schmeckt gut und ist noch dazu gesund. Foto: Lerch

Schwarzach. Der Schwarze Holunder (Sambucus nigra) ist ein Gehölz, das auch unter den Namen Holunder, Holler, Holder, Hollerbusch und Schwarzer Flieder bekannt ist. Der Schwarze Holunder ist eine der in Mitteleuropa häufigsten Straucharten. Ebenfall verbreitet ist er in Westsibirien, im nördlichen Indien, dem Kaukasus, Kleinasien und in Nordafrika. Bei den Holunderbeeren handelt es sich um beerenartige Steinfrüchte, die nur nach Erhitzung bekömmlich sind.

Daher gilt:

Holunderbeeren dürfen nicht roh gegessen werden, da sie im Rohzustand giftig sind. Rohe Holunderbeeren enthalten die giftige Substanz Sambunigrin. Dieses Gift kann zu Brechreiz und Verdauungsstörungen führen (Durchfall). Durch Erhitzen über 80 Grad Celsius wird es unschädlich gemacht.

Je nach Sorte kann die Fruchtreife schon Mitte August beginnen. In Österreich sind die Holunderbeeren meist zwischen September und Oktober pflückreif. Die kugeligen Beeren sind tiefrot bis schwarz-violett und haben einen Durchmesser von ca. fünf bis sieben Millimeter. Der Holunder ist selbstbefruchtend und daher auf keinen Bestäuber angewiesen.

Der Holunder sollte erst geerntet werden, wenn alle Beeren dunkel sind. Da die Holunderbeeren rasch verderben, sind sie im Handel nur sehr selten erhältlich (teilweise auf Bauernmärkten). Am Wegrand, in Auen, an Waldrändern sowie auf offenen Feldern trifft man in ganz Vorarlberg häufig auf Holunder.

Holunderbeeren werden vorrangig zu Saft, Suppe, Mus, Marmelade, Kompott, Gelee und Schnaps bzw. Likör verarbeitet. Die Beeren müssen nach der Ernte schnell verarbeitet werden. Nach dem Waschen lassen sich die kleinen Beeren leicht mit einer Gabel von den Fruchtständen lösen. Beim Ablösen von Hand können die Beeren leicht platzen und die Finger unerwünscht blau färben. Wenn das passiert, einfach mit Zitrone reinigen. Beim Essen ist die blaue Zunge besonders bei den Kindern beliebt.

Reichlich Vitamine, z.B. Vitamin A, Vitamine der B-Gruppe, Vitamin C und Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium, Eisen tragen zum gesundheitlichen Wert des Holunders besonders bei. In der Volksmedizin wird dem Schwarzen Holunder vielerlei Gutes nachgesagt, so dient er als probates Hausmittel gegen Erkältung, Nieren- und Blasenleiden sowie zur Stärkung von Herz und Kreislauf.