„Tierschutz ist selbstverständlich“

02.10.2015 • 17:28 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Gemeinde fördert den guten Umgang mit Tieren, hier etwa auf dem Gutshof Maldina in Brederis. Rankweil
Die Gemeinde fördert den guten Umgang mit Tieren, hier etwa auf dem Gutshof Maldina in Brederis. Rankweil

Beim Umgang mit Tieren geht die Marktgemeinde Rankweil einen positiven Sonderweg.

Rankweil. (VN-ram) Es sind viele kleine Dinge, die in Rankweil dazu beitragen, dass dem Tier- und Umweltschutz einen größeren Stellenwert beigemessen wird, als in anderen Gemeinden. Denn mittels einer Vielzahl von Projekten stellen die Rankler sicher, dass der artgerechte Umgang mit Tieren seit vielen Jahren großgeschrieben wird. „Wir sehen Tierschutz als Selbstverständlichkeit“, ist Bürgermeister Martin Summer (43) überzeugt.

Kern der Vorgangsweise in Rankweil ist ein Umweltleitbild, welches unter Bürgerbeteiligung entstanden ist und neben den Bereichen Energie und Mobilität auch Naturschutz und Landwirtschaft umfasst. Die Marktgemeinde verpflichtet sich etwa dazu, die Lebensräume von Wildtieren zu bewahren – sei es durch den Erhalt und die Pflege von Naturbiotopen, Streuwiesen und Natursteinmauern, der Verbesserung des Zustandes von fließenden und stehenden Gewässern oder auch der Begrünung von öffentlichen Flächen als Nahrungsquelle für Wildbienen und Schmetterlingen, um nur einige Beispiele zu nennen. Daneben kommt im Landwirtschaftsbereich dem Schutz von Nutztieren eine hervorgehobene Bedeutung zu.

Besonderes Förderprogramm

Ein Alleinstellungsmerkmal ist demnach ein von der Gemeinde bewilligtes Agrarförderprogramm, das besonders artgerechte Nutztierhaltung unterstützt. „Förderungen werden den Landwirten dann gewährt, wenn ihre Maßnahmen über die tierschutzrechtliche Mindestnorm hinausgehen“, erklärt Summer. Das bedeutet: Je besser ein Landwirt seine Nutztiere behandelt, desto mehr Geldmittel gibt es. Das pragmatische Ziel dieses Ansatzes: „Je höher die Tiergesundheit, desto besser auch die Gesundheit von uns Menschen.“

Zu den genannten kommen viele weitere Maßnahmen, diverse Veranstaltungen, gut vernetzte Tierschutzvereine und eine motivierte Bevölkerung hinzu. „Es ist das Zusammenspiel von vielen kleinen, aber auch größeren Programmen und Initiativen, die einen Unterschied machen“, sagt Summer nicht ohne Stolz.