Verstärkte Luftangriffe auf Stellungen des IS

16.11.2015 • 21:32 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Französische Kampfjets trafen mehrere Ziele. Foto: AFP
Französische Kampfjets trafen mehrere Ziele. Foto: AFP

Frankreich bombardierte Hochburg der Terror­miliz. Auch die USA trafen Ziele.

Paris. Als Reaktion auf die Anschläge von Paris hat die französische Luftwaffe ihre bisher schwersten Angriffe auf Stellungen der Extremistenmiliz Islamischer Staat in Syrien geflogen. Ziel war die IS-Hochburg Al-Raqqa, wie das Verteidigungsministerium in Paris mitteilte. Zehn Kampfflugzeuge hätten 20 Bomben auf ein Kommandozentrum, ein Rekrutierungszentrum, ein Munitionsdepot und ein Ausbildungslager abgeworfen, hieß es. Frankreich gehört zu den Gründungsmitgliedern der US-geführten Koalition gegen den IS und hat sich von Anfang an an Luftangriffen im Irak und in Syrien beteiligt. Die Extremistenmiliz bezeichnete die Anschläge als Vergeltung dafür.

Stützpunkte verlegt

Die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete am Montag, dass der IS seine Kämpfer in den vergangenen Wochen aus ihrer nordsyrischen Hochburg Al-Raqqa an andere Orte gebracht hat. Auch die zentralen Stützpunkte der Extremisten seien verlegt worden.

116 Tanklaster zerstört

Auch amerikanische Kampfjets haben in Syrien IS-Stellungen bombardiert und dabei mindestens 116 Tanklaster der Extremisten zerstört, teilte ein Behördensprecher der „New York Times“ mit. Die Angriffe seien in der Nähe von Deir al-Sur im Osten Syriens geflogen worden, einer Region, die von den Islamisten beherrscht werde. Die Miliz habe die Lastwagen genutzt, um Rohöl zu schmuggeln, hieß es. Der Einsatz sei schon länger geplant gewesen und stehe nicht in Zusammenhang mit den Anschlägen von Paris. Mit ihm solle vor allem eine Haupteinnahmequelle des IS zerstört werden, der sich auch aus Ölverkäufen finanziert.