„Froh, dass Polizei schnell da war“

16.08.2016 • 20:23 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Beamte führen den Festgenommenen zur Einvernahme in die Polizeiinspektion Sulz ab. Die Tatwaffe wurde sichergestellt.
Beamte führen den Festgenommenen zur Einvernahme in die Polizeiinspektion Sulz ab. Die Tatwaffe wurde sichergestellt.

29-jährige Vorarlbergerin wurde zur Augenzeugin und Ersthelferin.

Sulz. Eine 29-jährige Augenzeugin der Tat stand auch Stunden nach der Tat noch unter Schock. Gegenüber den VN schilderte sie, wie sie den Vorfall erlebte: „Ich bin in Rankweil in den Zug eingestiegen und wollte zu meiner Arbeitsstelle nach Wolfurt fahren. Kurz vor der Haltestelle Sulz-Röthis ist das Ganze passiert. Der ältere Mann war zu diesem Zeitpunkt bereits im Zug drin. Ich habe ihn aber schon früher immer wieder im Zug gesehen. Er hat dann einfach so auf die zwei im Zug eingestochen. Alle Fahrgäste sind aufgesprungen und in das hintere Abteil gelaufen. Wir haben dann dort sofort damit begonnen, erste Hilfe zu leisten, noch bevor die Polizei vor Ort war. Der Täter ist inzwischen einfach dort stehengeblieben, wo die Attacke stattgefunden hat. Für mich ist das Ganze aus dem nichts passiert. Ich weiß nicht, ob er das geplant hat, denn wer nimmt denn schon ein Messer in den Zug mit. Mir ist früher nie etwas Besonderes an dem Mann aufgefallen, als ich ihn im Zug gesehen habe. Beim Angriff hat er dann geschrien: ,Jetzt könnt ihr sehen, wie es in Deutschland und Österreich zugeht‘ und dann noch ,Ihr scheiß Nazis‘, den Rest von seinem Geschwafel habe ich dann aber nicht mehr verstanden. Ich war einfach nur froh, dass die Polizei schnell da war und ich aus dem Zug raus konnte.“