New York hat ein neues One World Trade Center

Spezial / 09.09.2016 • 19:15 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Auf Ground Zero stehen heute ein Denkmal und das 1WTC.  Foto: Ap
Auf Ground Zero stehen heute ein Denkmal und das 1WTC. Foto: Ap

Gedenkveranstaltungen in New York und Washington zum 15. Jahrestag der Terroranschläge.

new york, washington. Heute befindet sich auf Ground Zero, dem Gebiet des zerstörten World Trade Centers in New York City, unter anderem ein unterirdisches Museum zum Gedenken an die Opfer des Anschlags vom 11. September 2001. Auf dem Areal wurde zudem zwischen 2006 und 2014 das neue höchste Gebäude der Stadt errichtet – das One World Trade Center (1WTC). Dieses 541,3 Meter hohe Gebäude ist seit dem Richtfest am 10. Mai 2013 auch das vierthöchste Gebäude der Welt und das höchste der Vereinigten Staaten. 

Anlässlich des 15. Jahrestags der Anschläge sind zahlreiche Gedenkveranstaltungen in New York und Washington geplant. Am Ground Zero findet am Sonntagvormittag eine Gedenkfeier statt, bei der die Namen aller 2995 Opfer verlesen werden. Das 9/11 Memorial Museum eröffnet eine multimediale Ausstellung, bei der 13 Künstler ihre Reaktionen auf die Anschläge präsentieren. Die sogenannte Lichtinstallation „Tribute in Lights“ soll in der Nacht vom 11. auf den 12. September mittels zweier vertikal in den Himmel strahlender Lichtsäulen die Türme illuminieren.

Wahlkampfpause

Die beiden US-amerikanischen Präsidentschaftskandidaten Hillary Clinton und Donald Trump kündigten an, ihren Wahlkampf am heurigen 11. September auszusetzen. Die Unterbrechung des Wahlkampfes am Jahrestag der Terroranschläge ist mittlerweile politische Tradition geworden. Bereits George W. Bush und John Kerry pausierten 2004, Barack Obama und John McCain 2008. Obama und Mitt Romney legten am Gedenktag im Jahr 2012 eine Pause ein.

Ohne Clinton, ohne Trump

Die Gedenkfeiern werden wohl ohne Hillary Clinton und Donald Trump stattfinden. Weder die Demokratin noch der Republikaner hätten sich für die Erinnerungsveranstaltungen am Sonntag in New York angesagt, teilte man vonseiten der Gedenkstätte der Nachrichtenagentur AP am Dienstag mit. Dabei haben beide Präsidentschaftskandidaten enge Bindungen zu New York. Trump wurde in der Stadt geboren, Clinton hat den Staat jahrelang im Senat vertreten. 

Vor acht Jahren hatten die damaligen Präsidentschaftskandidaten Barack Obama und John McCain noch gemeinsam der mehr als 2900 Menschen gedacht, die am 11. September 2001 in New York getötet wurden, als islamistische Terroristen zwei Flugzeuge entführten und sie in die Türme des World Trade Center steuerten.