„Sensible 700-Kilo-Bullen“

Spezial / 03.10.2016 • 21:10 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Auf Du und Du mit seinen „schweren Jungs“. Auf den Feldern setzt der Landwirt auf Gründüngung mit Mist zur Bodenverbesserung.
Auf Du und Du mit seinen „schweren Jungs“. Auf den Feldern setzt der Landwirt auf Gründüngung mit Mist zur Bodenverbesserung.

Sulz-Röthis. Randolf Bildstein hält sechs Mutterkühe mit Tiefstreu in einem Fress- und Außenbereich. Vor und nach der Alpe heißt es Weidegang. Die Stiermast umfasst 60 bis 70 Stiere pro Jahr. Der AMA-Standard war für Bildstein nie ausreichend. „Das Wohlbefinden meiner Tiere liegt mir am Herzen, dabei kommt es nicht auf Standards und Labels an, sondern auf die persönliche Einstellung“, sagt er und fühlt sich mitten unter seinen schwergewichtigen Burschen mit Hörnern und Schwänzen wohl. Die Bullen haben viel Platz auf gemütlichem Stroh. Im Tiefstreu-Liegebereich können sie sich frei bewegen. Transparenz ist Randolf Bildstein wichtig: „Bei mir können sich alle jederzeit die Tierhaltung anschauen. Ich bin von Regionalität überzeugt und arbeite stetig an der Optimierung des Tierwohls und damit der Lebensmittelqualität.“ Auf den Feldern setzt er auf Gründüngung mit eingearbeitetem Stallmist zur Bodenverbesserung und zu den Tieren hat er einen guten Draht: „Einer meiner 700-Kilo-Bullen beobachtete aufmerksam ein herabschwebendes Vogel-Federchen. Berührend, wie sensibel die Bullen sind“, erzählt er und bringt seine Jungs natürlich selbst und stressfrei in den Dornbirner Schlachthof.