Unterlegene Clinton ruft zum Zusammenhalt auf

Spezial / 09.11.2016 • 22:52 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Wahlverliererin Clinton hielt eine emotionale Rede.
Wahlverliererin Clinton hielt eine emotionale Rede.

Dass Trump nun Präsident wird, müsse akzeptiert werden, sagt Demokratin.

new york. In einer sehr emotionalen Rede hat die unterlegene Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton dem künftigen US-Präsidenten Donald Trump ihre Zusammenarbeit zum Wohle der USA angeboten. Natürlich sei das Wahlergebnis nicht das erwünschte, sagte die unterlegene Präsidentschaftskandidatin der US-Demokraten am Mittwoch in New York. „Das ist sehr schmerzhaft, und das wird es lange bleiben“, sagte Clinton.

„Es tut mir leid, dass wir diese Wahl nicht gewinnen konnten, für die Werte und Visionen, die wir für das Land teilen.“ Doch es gehe nicht um sie, sondern um das Land, sagte Clinton. Amerika sei tiefer gespalten, als sie selbst angenommen habe. „Donald Trump wird unser nächster Präsident sein“, sagte Clinton. Das müsse akzeptiert werden. Nun gelte es, größten Wert auf eine friedliche Übergabe der Macht zu legen. Diese werde nicht nur akzeptiert, sondern sogar zelebriert.

Angesichts einer tief geteilten Gesellschaft sei es geboten, zusammenzustehen, sagte Clinton. Man müsse gemeinsam klar machen, dass der amerikanische Traum groß genug für jedermann sei. „Unsere Verantwortung als Bürger liegt darin, an einem besseren Amerika mitzuarbeiten. Hört nie auf, daran zu glauben, dass der Kampf für das, was richtig ist, den Aufwand wert ist“, rief Clinton ihrem Wahlkampfteam zu. „Wir haben die gläserne Decke nicht zertrümmern können“, sagte sie mit Blick auf ihr Ziel, erste Präsidentin der USA zu werden. „Aber irgendwann wird es jemand tun, hoffentlich früher als später.“ Man solle nie aufhören, für etwas zu kämpfen, an das man glaube, betonte die Demokratin. „Lasst den Mut nicht sinken, es gibt noch so viel zu tun.“ Clinton war gefasst, persönlich und sehr staatsmännisch, Sie wurde von ihren Anhängern mit tosendem Beifall verabschiedet. Ihr Ehemann, Ex-Präsident Bill Clinton, hatte Mühe, die Tränen zurückzuhalten.