17 Regionen, 134 Winzer und 1072 Weine

Spezial / 26.04.2018 • 20:12 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Tipps von der Expertin für die Weinverkostung auf der Vinobile.

Feldkirch Das Glas kräftig schwenken, in Augenhöhe heben, dann die Nase darin versenken und riechen, am besten kurz und mehrmals hintereinander, anschließend den Wein im Mund kräftig „durchkauen“, etwas Luft einziehen und dann . . . Wenn die Vinobile heute, Freitag, ihre Pforten öffnet, erwartet Weinliebhaber im Montforthaus Feldkirch wieder ein vollmundiges Programm. 134 Winzer aus 17 Weinbauregionen präsentieren an drei Tagen 1072 Weine – vom Grünen Veltliner über Riesling und Frizzante bis hin zu gehaltenvollen Rotweinen. Doch welchen Wein trinkt man bei einer Weinprobe eigentlich als ersten und welchen als letzten?

Leicht vor schwer

„Am besten fängt man mit Schaumwein an“, sagt Weinakademikerin und Sommelière Ursula Schnell. „Der ist sehr prickelnd, animierend und erfreut den Gaumen.“ Anschließend empfehle sich der Gang zu den leichten Weißweinen, ehe man sich langsam zu den gehaltvolleren Weißweinen steigert. „Grundsätzlich sollte man sich immer steigern und nicht retour gehen. Sonst ist der leichte Wein sehr leicht und verliert an Körper am Gaumen und an Aromatik“, erläutert Schnell. Ist man mit den Weißweinen durch, geht es der Reihe nach mit den leichten Rotweinen, den gehaltvolleren Rotweinen und den Rotwein-Cuvées weiter. „Zum Schluss kommen die Süßweine wie Auslese, Eisweine, Beerenauslese und Trockenbeerenauslese.“

Glasweise

Deutlich weniger gilt es beim Thema Glas zu beachten. „Prinzipiell nimmt man immer das gleiche Glas. Man muss es nur ausspülen, wenn man von rot auf weiß oder von süß auf trocken wechselt“, führt die Weinakademikerin aus. Klug sei es außerdem, dazwischen Wasser zu trinken, damit man nicht einen so einen hohen Alkoholpegel entwickelt. „Trinken für das Vergnügen und zwischendurch das Wasser“, bringt es Ursula Schnell auf den Punkt.

Auf der Vinobile können verschiedenste Weine verkostet, verglichen und direkt vom Erzeuger gekauft werden. Seit 1998 wird am Eröffnungstag auch der Feldkircher Weinpreis vergeben. An den drei Tagen werden im Montforthaus 4000 Besucher erwartet. Hinter jedem Stand steht die Winzerfamilie selbst, versprechen die Organisatoren. VN-ger

Winzer aus 17 Regionen

Niederösterreich Carnuntum, Kamptal, Kremstal, Thermenregion, Wachau, Wagram und Weinviertel

Burgenland Eisenberg/Südburgenland, Leithaberg/Neusiedlersee-Hügelland, Mittelburgenland und Neusiedlersee

Steiermark Südsteiermark und Vulkanland Steiermark

Vorarlberg Bergland (Weingut Möth, Bregenz)

International Rheinland-Pfalz, Italien (Piemont, Sardinien) und Slowenien

Vinobile im Montforthaus: Fr, 27. April (16 bis 21 Uhr), Sa, 28. April (14 bis 20 Uhr) und So, 29. April (13 bis 18 Uhr), Ein-Tageskarte: 25 Euro, Drei-Tageskarte: 65 Euro.