„Danke, Margret aus Wales!“

Spezial / 02.09.2019 • 22:24 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Doris Knecht umarmte Susanne Marosch herzlich:
Doris Knecht umarmte Susanne Marosch herzlich: „Ich gratuliere dir aus ganzem Herzen. Du hast es wirklich, wirklich verdient.“

Doris Knecht gratuliert Marosch und nimmt Politik in die Pflicht.

Laudatio Es war die Leukämie-Erkrankung von Susanne Maroschs Cousine, die 1999 zur Gründung des Vereins „Geben für Leben“ führte. Doris Prieschnig heißt die Cousine, die bei der Tageszeitung Standard arbeitete und dort die Rankweiler Schriftstellerin und Kolumnistin Doris Knecht kennenlernte. Knecht selbst hat von Marosch erfahren, wer die Cousine war, wer die Einzelne war, die gerettet wurde, und so ein Gesicht bekommen hat. Doris Priesching traf ihre Stammzellen-Spenderin und schrieb 2009 darüber eine Geschichte, deren Titel „Danke, Margret“ lautete. „Und ich sage auch: Danke, Margret aus Wales. Denn ohne Margret gäbe es Doris Priesching vielleicht nicht mehr,“ betont Doris Knecht deshalb bei ihrer Laudation auf Susanne Marosch.

Margret sei eine von 72.159 Menschen, die durch ihre Spende für „Geben für Leben“ beweisen hätten, dass Einzelnen das Schicksal anderer Unbekannter, Fremder, nicht egal sei, ist die Schriftstellerin überzeugt. „Der Mensch hat es im Organismus, dass er an sein eigenes Überleben denkt.“ Schließlich könne man nicht den ganzen Tag Mitleid mit Fremden haben. „Man kann sagen: Was interessiert mich das? Dasselbe hätten die insgesamt 132 Spender von „Geben für Leben“ auch machen können“, gibt die Festrednerin zu bedenken.

Doris Knecht dankt nicht nur Margret, sondern auch Susanne Marosch und all jenen, die bei „Geben für Leben“ mitarbeiten. „Danke, dass du das Schicksal dieser Einzelnen als deine Lebensaufgabe empfindest, in die du dich mit Freude, Eloquenz, Begeisterung und einem unglaublichen Qualitätsbewusstsein verbeißt!“ Knecht richtet einen Appell an die Gäste: „Der Verein bekommt keine Unterstützung öffentlicher Stellen und finanziert sich über Spenden. Ich bin der Meinung, dass sich das ändern sollte. Soweit ich das sehe, sitzen hier Leute, die das ändern könnten.“ Die Angesprochenen applaudieren laut. Knecht fügt an: „Also, tuand epas!“