Drei Montafonerinnen legten den Grundstein

Spezial / 02.09.2019 • 22:24 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die drei Gründerinnen: Melitta Mair, Herlinde Marosch und Dagmar Ganahl.
Die drei Gründerinnen: Melitta Mair, Herlinde Marosch und Dagmar Ganahl.

Initiatorinnen Vor acht Jahren übernahm Susanne Marosch den Verein „Geben für Leben“ von ihrer Mutter Herlinde. Diese hatte ihn gemeinsam mit Dagmar Ganahl und Melitta Mair 1999 gegründet. Auslöser dafür war ein tragischer Krankheitsfall in der Familie: Die Cousine von Susanne Marosch war 1996 an Leukämie erkrankt. „Weil sich die drei Montafoner Frauen nicht mit der Erkrankung abfinden wollten, haben sie den Grundstein gelegt“, sagt Herausgeber Eugen A. Russ.

Die Nichte wurde behandelt und galt ein Jahr später als gesund. Die Krankheit kehrte zwei Jahre später zurück, sie brauchte Knochenmark von einem passenden Spender. Familie und Bekannte ließen sich typisieren, aber es fand sich kein Spender. Die Schrunser Frauen gaben nicht auf und organisierten erstmals Typisierungs-Aktionen in Vorarlberg. In Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern des Stammzellregisters in Wien entstand eine fixe Einrichtung. Durch die globale Vernetzung der Datenbanken konnte schließlich eine passende Spenderin gefunden werden. Susanne Marosch baute den Verein zur österreichweiten Leukämiehilfe aus. Heute sind acht Mitarbeiter beschäftigt, die über die Spenderdatei finanziert werden. 70.000 Typisierungen wurden bislang durchgeführt.

VN-Herausgeber Eugen A. Russ würdigte die Leistungen der engagierten Frauen.
VN-Herausgeber Eugen A. Russ würdigte die Leistungen der engagierten Frauen.